von: In Zusammenarbeit mit Kathrin Buholzer am: Freitag, 27.01.2012
Tags:
Entschuldigen und Danke sagen. Überbewertet oder unabdingbar für den Umgang mit Erwachsenen und «Gspänli»? elternplanet.ch gibt Anregungen und Tipps.
«Sag schön brav Danke der Tante Ruth!» – «Jetzt geh hin zum Leon und entschuldige dich!» – «Jetzt sag doch einfach schnell es tut mir leid!» Entschuldigen und Danke sagen, steht bei den Erwachsenen auf der Höflichkeitsskala ganz oben. Doch den Kleinen ist's egal. «Warum jetzt dem blöden Leon auch noch Entschuldigung sagen, er hat ja schliesslich angefangen?» Wie bringt man den Kleinen das nur bei? Und ist es wirklich so wichtig? Was tun, wenn sie sich strikte weigern? Ein paar Tipps, Gedanken und Anregungen gibt's in diesem Video.
von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Donnerstag, 26.01.2012
Tags:
Frischgebackene Eltern haben nur ein Thema: Ihr Baby. Und das kann mitunter nerven.

Wohl der einzige Vater, der mit Babytrage cool aussieht: Brad Pitt mit Kindern.
Vor kurzem waren wir zum Abendessen eingeladen. Bei Menschen mit Kindern. Doch nicht alle Anwesenden hatten Nachwuchs, ein einziger, im Laufe des Abends wahrscheinlich auch einsamer Junggeselle war auch dabei. Der Bruder der Nachbarin der Gastgeberin, oder so ähnlich. Egal, auf jeden Fall sass ich neben ihm und bekam so mit, was dieser Abend für ihn bedeuten musste. Mein Gefühl sagte mir, dass er sich so vorkam wie ich damals, als ich inmitten Drogen einwerfender Beinahe-Männer sass, die überhaupt nicht verstehen wollten, wieso mich die Beschreibungen ihrer Halluzinationen so gar nicht interessierten.
Besagtem Junggesellen wurden keine Rauschzustände beschrieben, aber ein ähnlicher Wahnsinn: Babies. Denn frischgebackene Eltern sind auch auf Drogen, Babextasy. Eine Art Wahn. Mit entsprechenden Vorstellungen, wie beispielsweise, dass sie die ersten und einzigen mit Baby sind. Weshalb sie einem ja alles darüber – wirklich ALLES – erzählen müssen.
Natürlich gehörte ich damals, als Frischgebackene, auch zu dieser Spezies. Mein Sohn war viel Süsser als alle anderen und seine Fortschritte faszinierten mich derart, dass ich alle damit belästigte. Doch heute sind die Kinder grösser und mir ist klar, dass sie genauso süss und klug sind wie die meisten anderen auch. Deshalb möchte ich jungen (oder werdenden) Eltern eine Liste mitgeben, mit den Dingen, die kinderlose Menschen nerven, damit sie gewisse Aussagen vielleicht in Zukunft vermeiden:
- Öffentliches Wickeln, bspw. am Nebentisch oder auf der Parkbank.
- Väter mit Tragetüchern.
- Das Profilfoto mit einem Babyfoto ersetzen.
- Baby-Esoterik (Rosenquarz im Kinderzimmer etc.).
- Gespräche über Stoffwindeln (und deren Inhalt), Muttermilch, Dammriss und Impfdebatte.
- Väter, die ihr Kind der Mutter in die Arme drücken, sobald es darum geht, es zu füttern/wickeln/beruhigen.
- Das Baby immer dabei haben müssen bzw. nur noch zuhause verabreden.
- Fishing for compliments für das Baby, und dies meist nicht sehr diskret.
- Eltern, die ihren Kleinen einen Sitzplatz überlassen, obwohl das Tram berstend voll ist.
- Reinlichkeitswahn (Nuggi sterilisieren, Schuhe ausziehen).
- Babysprache!
Und weil Eltern so viel über ihr Kind reden, hier ein paar Sätze, die Sie vermeiden sollten:
- «Finn macht gerade eine total anhängliche Phase durch», denn diese Phase wird 18 Jahre andauern, wenn Sie nicht aufpassen!
- «Können wir bitte um 18.00 Uhr essen, Eusebia braucht ihren festen Rhythmus.» Als ob das Baby mit Ihnen am Tisch sitzen müsste, während es seinen Brei schlürft...
- «Ein Leben ohne Kinder können wir uns gar nicht mehr vorstellen». Das kommt schon wieder, keine Angst!
- «Er isst jetzt Rüeblibrei, aber ich stille gleichzeitig noch.» Im Ernst, wen interessiert’s?
- «Er macht Riesen-Gaggis, sag’ ich dir!» Siehe oben.
- «Er ist sehr neugierig.» Und deshalb muss er auf mein iPhone sabbern?
- «Halt doch bitte mal den Kleinen, während ich auf’s Klo gehe.» Nicht alle finden es toll, ein Baby im Arm zu haben, also erst abklären.
- «Das wirst du schon noch verstehen, wenn du mal Kinder hast.» Der nervigste Satz aller Zeiten. Und wenn die Kinder dann da sind, denkt man GENAU DAS!
Den oben erwähnten Junggesellen habe ich übrigens gefragt, was er von all dem Babywahnsinn hält, er meinte nur: «Nach 10 Minuten habe ich aufgehört zuzuhören. Ach ja, und ich muss jetzt los, bin noch verabredet.»
Habe ich etwas vergessen? Was hat Sie damals gestört, als Sie noch keine Kinder hatten?
von: Nathalie Sassine am: Mittwoch, 25.01.2012
Tags:
Kennen Sie die Sendung «Toddler and Tiaras»? Macht nichts. Die Parodie davon spricht für sich selbst.
Tom Hanks als Miss-Daddy? Unbedingt! Das Traurige ist, dass die echte Schow genauso abläuft, es wurde nicht übertrieben und nichts dazu erfunden... Ausser dem Gewinner natürlich.
von: Rita Angelone am: Dienstag, 24.01.2012
Tags:
Das Tabuthema «Stottern» kennt viele Vorurteile. Lassen Sie uns ein paar davon beseitigen.

Tabuthema Stottern: Es kann Könige und Kinder treffen.
Der Oscar-prämierte Film «The King’s Speech» erzählt die wahre Geschichte von Albert, Duke of York, dem späteren König George VI. Albert muss sich nach der Abdankung seines älteren Bruders auf die Rolle als künftiger König vorbereiten. Diese Aufgabe fällt ihm besonders schwer, da er seit seiner Jugend extrem stottert und deshalb Reden vor Publikum ein wahrer Albtraum für ihn sind.
Ob der Film die erhaltenen Auszeichnungen verdient, kann ich nicht beurteilen. Dass aber dadurch das Tabuthema Stottern zur Diskussion gebracht und hoffentlich von allen Vorurteilen und falschen Behauptungen befreit wird, ist auf jeden Fall zu wünschen – für alle direkt und indirekt Betroffenen.
Woher kommt eigentlich das Stottern?
Die Ursachen des Stotterns sind nicht vollständig erforscht. Erklärungen wie «Kinder denken schneller als sie sprechen» oder «Kinder sind eben nervös und wollen mit Stottern die Aufmerksamkeit auf sich ziehen» treffen gemäss Logopäden nicht zu. Wissenschaftler vermuten, dass der gestörte Redefluss auf Funktionsstörungen im Gehirn zurückgeht.
Rund ein Prozent der Erwachsenen stottert chronisch
In der Schweiz sind es also gegen 80‘000 Personen. Beim Stottern wird der Redefluss in Form von Blockaden, Wiederholungen oder Dehnungen gestört. Stottern wird häufig von übermässiger Anstrengung beim Sprechen begleitet, was sich in Form von Verkrampfung oder Zuckungen von Kopf, Armen oder Oberkörper äussert.
Das Stottern bei Kindern – vor allem bei Buben
Das Stottern beginnt meistens ohne besonderen Anlass im Alter zwischen zwei und fünf Jahren. Zuvor hat das Kind meistens eine Zeitlang flüssig gesprochen. Fünf Prozent aller Kinder entwickeln in diesem Alter ein so genanntes Entwicklungsstottern. Das ist meist kein Grund zur Besorgnis. Vier von diesen fünf Kindern verlieren das Stottern bis zur Pubertät wieder und sprechen flüssig, ohne dass ärztliche Hilfe nötig wird. Bei Mädchen ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Stottern verschwindet, um einiges grösser.
Vermeiden, dass es chronisch wird
Bei Unsicherheiten ist eine logopädische Abklärung bei einer Fachperson sinnvoll. Je rascher ein Stottern, das chronisch werden könnte, behandelt wird, desto grösser ist die Chance, dass es wieder weg geht. Mit Hilfe von spielerischen Übungen soll das Kind vor allem wieder Freude am Sprechen bekommen und dabei positive Erlebnisse haben.
Weiterführende Informationen zum Thema Stottern:
Quelle: puls.tv
Autorin
Rita Angelone (43) ist mit dem Familienoberhaupt verheiratet, hat zwei Kinder – der Grosse (5) und der Kleine (3) – und schreibt jede Woche im «Tagblatt der Stadt Zürich» über den ganz normalen Wahnsinn ihres Familienalltags.
www.dieangelones.ch
von: Michaela Kozelka (clack.ch) am: Montag, 23.01.2012
Tags:
Otto Ineichen will Mütter zurück in die Arbeitswelt lotsen und Kinderkrippen aufbauen. Doch für wen tut er das?

Otto Ineichen will Kinderkrippen für alle zugänglich machen.
Es geht ja schon länger, dass hierzulande vor dem kommenden Fachkräftemangel gewarnt wird. So arg wie in anderen Ländern ist es in der Schweiz zwar noch nicht, vor allem dank der grossen und inzwischen immer mehr umstrittenen Zuwanderung.
Trotzdem gibt es aus der Politik immer wieder Appelle und Initiativen wie beispielsweise diese Broschüre des SECO für Unternehmen, um Mütter vermehrt weg vom Herd und ran an die Arbeit zu bewegen. Nur stimmen leider die Rahmenbedingungen nach wie vor nicht: Massnahmen für eine bessere Vereinbarkeit, wie etwa flexible Arbeitszeiten, Arbeit von zu Hause aus, etc. sind nicht eben weit verbreitet in den Unternehmen. Und da wäre noch das Problem mit der Kinderbetreuung.
Zwar wurden in der Schweiz in den letzten Jahren zahlreiche neue Kinderkrippen eröffnet – dennoch sind lange Wartezeiten immer noch keine Seltenheit, trotz des mehrjährigen Impulsprogrammes des Bundes, mit dem schliesslich über 30'000 neue Plätze geschaffen werden sollen.
Zu wenig, zu langsam, so muss jedenfalls das Fazit des FDP-Nationalrates Otto Ineichen gelautet haben. Und so startet er nun selbst eine Initiative, wie sie in der Schweiz wohl bisher einzigartig sein dürfte. Eine Stiftung («Speranza») hat der umtriebige und polarisierende Gründer von «Otto's Warenposten» ins Leben gerufen, mit dem Ziel, innerhalb von zwei Jahren ein Netz von rund 100 Kinderkrippen quer durchs Land aufzubauen – die erste soll bereits im April im luzernischen Beromünster eröffnet werden.
Das Ziel, laut der Medienmitteilung: Mütter, die arbeiten wollen, sollen in den Arbeitsmarkt zurückkehren können. Denn bereits heute leide die Schweiz unter akutem Fachkräftemangel, so Stiftungspräsident Ineichen.
Und mit rund 70 Franken pro Tag und Kind soll ein Krippenplatz der Stifung auch noch deutlich billiger sein als in anderen Betreuungsinstitutionen, wo Eltern zuweilen das Doppelte berappen müssen.
Dabei helfen soll die Wirtschaft – bereits drei Unternehmen (welche, ist noch geheim), wollen Ineichen bei der Finanzierung unterstützen.
Was uns wieder einmal deutlich macht, dass tatsächlich auch ein Weg, wo ein Wille ist. Und da macht es auch nichts, dass wohl kaum in erster Linie Mütterfreundlichkeit den Ausschlag für die Initiative des Politikers gab, sondern rein ökonomische Überlegungen.
Autorin
Michaela Kozelka ist Redaktorin der «Tagesschau». Sie arbeitete davor unter anderem für «10 vor 10», die «Berner Zeitung» und war Redaktionsleiterin von «Radio Förderband» (heute Radio Energy Bern).
von: In Zusammenarbeit mit Kathrin Buholzer am: Freitag, 20.01.2012
Tags:
Die Nerven vieler Eltern werden während der Trotzphase gehörig auf die Probe gestellt. elternplanet.ch gibt Anregungen und Tipps, wie sie die angespannte Lage entschärfen können.
Gerade eben noch so schön gespielt und jetzt? Der kleine Mensch liegt mit hochrotem Kopf auf dem Boden, schreit wie am Spiess, tobt und lässt sich nicht mehr beruhigen. Wie kann man mit solchen Trotzanfällen umgehen? Wie kann man sie verhindern – kann man das überhaupt? Kathrin Buholzer gibt in diesem Video Anregungen und Tipps für den Umgang mit Trotzphasen und mit trotzenden Kindern allgemein.
von: Nathalie Sassine am: Donnerstag, 19.01.2012
Tags:
Die nächste Generation scheint alten Rollenbildern nachzueifern. Und die Mütter sind schuld daran.

Im Haushalt nichts Neues...
Neuer Feminismus, Rollenmuster aufbrechen, Wochentagspapis und Karrieremütter. Lauter Themen, denen wir immer wieder begegnen, mit mehr oder weniger positiver Färbung. Grabenkämpfe, die wir ausfechten und die bereits die Köpfe unserer Eltern rot werden liessen.
Umso erschreckender ist deshalb die Erkenntnis, dass die heutige Jugend nicht viel weiter ist als wir damals. Mit zwanzig diskutierten wir auch – und tun es manchmal heute noch – ob wir uns vorstellen könnten, zu studieren, zu arbeiten, um dann die hart verdiente Karriere zwecks Kindererziehung aufgeben zu wollen.
Der Beobachter fragt sich in seiner neuen Ausgabe, was die Jugend denn nun wirklich beschäftigt. Die «Lauschangriffe» auf drei junge Frauen und drei junge Männer sind ernüchternd, um nicht zu sagen enttäuschend.
Familienplanung ist Frauensache
Doch zuerst zum Positiven: Diese jungen Frauen und Männer scheinen sehr selbstbewusst zu sein und mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Sie machen sich keine Illusionen darüber, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist und wissen, dass man etwas für sein Glück tun muss.
Wenn die jungen Erwachsenen jedoch konkret werden sollen, wird schnell klar, wie veraltet ihre Rollenmuster immer noch sind. So sprechen die Männer viel über Karriere, Geld und Ausbildung und nennen die Familie «mehr ein Symptom des Lebens, als ein Ziel», ein Nebenprodukt also. Das liege auch daran, dass sich das Meiste sowieso «nicht planen» liesse, also wieso sich den jungen Kopf zerbrechen? Bei den Mädchen hingegen wird die Familie bereits in die Wahl des späteren Berufes mit einbezogen, was an sich natürlich vernünftig ist. Doch es sei eben halt auch mühsam, denn «man müsse alles planen». Ausserdem gäbe es immer noch Männer, die von einer Frau erwarten, dass sie sich um den gesamten Haushalt kümmere.
Das wundert nicht weiter, wenn man den Jungs zuhört: Auf die Frage hin, ob sie sich denn auch um Kind und Küche kümmern würden, erfährt man, dass man «gegen einen freien Tag pro Woche» ja nichts haben könne. Junge Männer scheinen heute immer noch zu denken, Kindererziehung und Haushalt hätten etwas mit Freizeit zu tun...
Die Familienplanung ist also immer noch Sache der Frau und Männer definieren sich immer noch über ihre Karriere. Auch 2012. Auch für die nächste Generation.
Mütter, erzieht eure Söhne!
Woran liegt das nur? An den Vätern, die den Jungs ein schlechtes Vorbild sind, weil sie es gerade mal schaffen, den Müll rauszutragen und das Altpapier zu bündeln? Wenn es aber darum geht, die Waschmaschine anzuwerfen restlos überfordert sind? Wie soll ein junger Mann das Bild eines modernen Mannes «eingetrichtert» bekommen, wenn der eigene Vater keiner ist?
Und wieso ist Papa kein Wäsche waschender, kochender und putzender Mann, der liebevoll die Kinder erzieht? Wenn ich mich im Freundeskreis umhöre, wird sehr schnell klar warum. Weil Mama es nicht zulässt. Meist unbewusst, jedoch nicht weniger überzeugend erklären mir mehrfache Mütter, die teils erwerbstätig sind, sie würden halt vieles lieber selber erledigen, weil ihr Mann es eben nicht so gut könne. Oder am Beispiel der Umfrage über den männlichen Sockenkauf erklärt (Ein Viertel der Schweizer Männer delegieren den Sockenkauf an ihre Frauen): Wieso lassen Frauen ihre Männer nicht einfach ihre löchrigen Socken und kümmern sich um die eigenen Strümpfe?
Wie soll Vater also Vorbild sein, wenn Mutter ihn daran hindert? Und wenn sie ihn nicht lässt, wie steht es dann um die Söhne? Dass die ebenfalls nicht dürfen und es entsprechend nicht lernen, liegt irgendwie auf der Hand oder nicht? Das Klischee der italienischen Mamma, die nicht will, dass Sohnemann im Haus Hand anlegt, scheint die geographischen Grenzen längst überschritten zu haben.
Nun fragt sich, wieso Frauen und Männer immer noch so hart für die Auflösung starrer Rollenverteilungen und veralteter Clichés kämpfen, wenn wir dabei vergessen, unsere Kinder entsprechend zu erziehen. Wenn wir unsere Ideale verfolgen und unsere Bedürfnisse verfechten, sollten wir daran denken, unsere Kinder daran teilhaben zu lassen, damit die nächste Generation weniger Arbeit hat. Denn was nützen Diskussionen, wenn jede Generation dieselben Fragen von neuem beantworten muss?
von: Redaktion wir eltern am: Mittwoch, 18.01.2012
Tags:
von: Rita Angelone am: Dienstag, 17.01.2012
Tags:
Wer kennt sie nicht? Die Geschichten um den Suppen-Kaspar (s. Bild oben), der sich weigerte, seine Suppe zu essen, immer dünner und dünner wurde und am Schluss vor Hunger starb? Oder die Geschichte des Zappelphilipps, der am Tisch nicht still sitzen konnte und ständig mit dem Stuhl schaukelte, bis er umfiel und die ganze Tischdecke nebst dem Geschirr zu Boden riss?
In beiden Geschichten geht es – nebst Hyperaktivität und Essensverweigerung – auch um Tischmanieren. Und da wir gestern Abend beim Nachtessen mit den Buben über Tischmanieren diskutiert haben, bin ich der Sache nachgegangen und wollte wissen, wie es heute um Tischmanieren steht.
Beim Recherchieren bin ich auf eine interessante Studie aus dem Jahr 2010 gestossen, die zusammenfasst, welche Tischregeln in Schweizer Haushalten mit Kindern gelten:
- In 80% der Haushalte fangen alle gleichzeitig mit Essen an.
- In 63% der Haushalte müssen die Kinder essen, was auf den Tisch kommt.
- In 53% der Haushalte müssen die Kinder sitzen bleiben, bis alle fertig gegessen haben.
- In 30% der Haushalte helfen die Kinder beim Auf- und Abdecken mit.
- In 28% der Haushalte bekommen die Kinder nur Dessert, wenn der Teller leer gegessen wurde.
- In 23% der Haushalte müssen die Kinder alles essen, was auf dem Teller ist.
- In 21% der Haushalte schöpfen sich die Kinder selber.
- In 13% der Haushalte läuft das Radio während des Essens.
- In 12 % der Haushalte wird vor dem Essen ein Tischlied oder Gebet vorgetragen.
- In 4% der Haushalte hilft das Kind beim Kochen mit.
- In 4% der Haushalte läuft der TV während des Essens.
Interessant sind die Unterschiede zwischen der Deutsch- und der Westschweiz:
- In der Westschweiz müssen Kinder nicht nur deutlich öfter essen, was auf den Tisch kommt,
- sondern auch deutlich öfter alles aufessen, was im Teller ist
- und bekommen deutlich weniger Dessert, wenn sie ihre Teller nicht aufessen als Kinder in der Deutschschweiz.
- Zudem schöpfen sich Kinder in der Westschweiz deutlich weniger oft selber ein als Kinder in der Deutschweiz.
- Dafür läuft während des Essens in der Westschweiz der Fernseher signifikant öfter als in der Deutschschweiz,
- wo aber dafür deutlich öfter der Radio während des Essens läuft als in der Westschweiz.
- Auch wird in der Deutschschweiz deutlich öfter vor dem Essen ein Tischlied gesungen oder ein Tischgebet gesprochen als in der Westschweiz.
Diesen kulturellen Unterschied zwischen den beiden Röstigrabenseiten kenne ich übrigens aus persönlichen Kindheitserfahrungen – die lateinischen Tischsitten sind offenbar nicht nur etwas autoritärer, sondern vor allem auch durch das ständige Laufen des Fernsehers geprägt…
Was ich allerdings an Regeln noch vermisse, sind Dinge wie:
- Vor dem Essen auf die Toilette gehen.
- Die Hände vor dem Essen waschen.
- Aufrecht sitzen, nicht schmatzen und schlürfen.
- Nicht zu gierig essen und trinken, aber auch nicht trödeln.
- Nicht mit dem Essen spielen.
- Versuchen, mit Messer und Gabel zu essen.
- Es wird probiert, was auf den Tisch kommt, aber wieviel man davon essen will, entscheidet grundsätzlich jeder selber.
Wie habt Ihrs mit Tischregeln? Welche kennt Ihr bei Euch zu Hause? Welche überraschen Euch? Kennt Ihr ebenfalls kulturelle Unterschiede?
Quelle: Coop-Studie Ess-Trends im Fokus „Ernährungsalltag mit Kindern“, 2010
Autorin
Rita Angelone (43) ist mit dem Familienoberhaupt verheiratet, hat zwei Kinder – der Grosse (5) und der Kleine (3) – und schreibt jede Woche im “Tagblatt der Stadt Zürich” über den ganz normalen Wahnsinn ihres Familienalltags.
www.dieangelones.ch
von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Montag, 16.01.2012
Scheiden tut weh. Was Sie dabei erwartet, wenn jemand Neues die Bühne betritt.

Trennung Paradis/Depp: Wir hätten da ein paar Tipps.
Als wir heirateten, zögerte praktisch niemand in unserem Umfeld, uns Tipps zu geben, wie es klappen wird. Vom Hochzeitsfest, über Kindererziehung, bis hin zu Ferienzielen, alles wurde kommentiert und immer wusste jemand einen Rat.
Nun klappen statistisch gesehen die Hälfte der Ehen nicht. Man trennt sich, lässt sich scheiden und was tun Freunde und Bekannte? Sie beteuern, es tue ihnen leid, laden einen zum Essen ein und fragen (immer seltener), wie es einem geht. Doch wirklichen Rat, wie man sich verhalten soll oder was man zu erwarten hat, will keiner haben. Gerne geben wir Ihnen die Tipps von Judy Silk, Bloggerin bei der Huffington Post weiter. Was Sie nach der Scheidung erwartet, vor allem, wenn neue Partner die Bühne betreten:
1. Erwarten Sie nichts mehr von Ihrem Partner: Ist die Scheidung über die Bühne, wird er Interesse mehr an ihnen zeigen und weiterziehen. Die Chancen für Sex stehen schlecht, also wird er auch nicht besonders zuvorkommend sein.
2. Weniger Sorgerecht = mehr Energie: Logisch, nicht? Wer die Kinder weniger bei sich hat, hat mehr Energie für sie – und anderes. Vor allem wenn er/sie weiss, dass sie nach 48 Stunden wieder weg sind.
3. Des Verlassers Schuldfaktor: Wer verlässt, wird weniger Mühe mit dem neuen Partner des anderen haben. Die neue Liebe des Verlassers wird hingegen immer ein Dorn im Auge des Verlassenen sein.
4. Daddy soll glücklich sein: Egal ob Söhne oder Töchter, sie werden immer hoffen, Daddy sei jetzt glücklich, während Mami einfach weitermacht wie bisher. Wieso das so ist, weiss niemand.
5. Die Neue wird über Sie urteilen: Über Ihre Art, wie Sie Ihren Ex behandelt haben, über Ihre Frisur bis hin zu Ihrem Erziehungsstil. Lassen Sie’s gut sein, den Kindern zuliebe.
6. Ein neuer Partner ersetzt den Vater nicht: Patchwork hin oder her, sofern keine Misshandlungen stattfanden und die Kinder ihren biologischen Vater lieben, wird ein neuer Partner kein Ersatz sein. Egal, wie sehr Sie es sich wünschen.
7. Die Ex-Familie wird über Sie urteilen: Egal, ob Sie verlassen wurden oder verlassen haben, Ihre Ex-Familie wird die Trennung kaum goutieren. Ignorieren, freundlich bleiben. Es ist auch die Familie Ihrer Kinder.
8. Kinder sind keine Fans von Patchwork: Es können sich Freundschaften zwischen Ihren und den Kindern Ihres Partners bilden. Oder auch nicht. Versuchen Sie, das Ganze aus der kindlichen Perspektive zu sehen, erzwingen kann man «Geschwisterliebe» auf keinen Fall.
9. Familienfestlichkeiten: Es wird immer wieder Zeiten geben, bei denen sich Ex und Neue treffen müssen, Diplomfeiern, Fussballspiele, Theateraufführungen, Beerdigungen. Am besten tun Sie so, als kämen sie gut miteinander aus. Denken Sie an die Kinder und ignorieren Sie Ihren Ex, der sein neues Glück auf einem Tablett vor sich rumträgt.
So, nun sind Sie gewappnet für alles, was bei einer Scheidung auf Sie zukommt. Sofern sich weder Vater noch Mutter besonders schwierig anstellen. Oder was meinen Sie?
Treffer 1 bis 10 von 3191
2
3
4
5
6
7
Nächste >