Herzenswunsch: Flexible Arbeitszeiten

von: Nathalie Sassine am: Mittwoch, 16.05.2012
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Was wünschen sich eigentlich erwerbstätige Mütter? Hier ein paar Ergebnisse über eine Work-Balance-Studie, für einmal sogar visuell ansprechend.

«Wie es ist, eine erwerbstätige Mutter zu sein.»

Was sich Mütter wirklich wünschen, wissen wir spätestens seit letzter Woche. Doch der Muttertag fällt immer auf einen Sonntag, weshalb vielleicht keine an die Arbeit gedacht hat. Der Blog «The Ladders» hat sich über die Frage gebeugt, was sich erwerbstätige Mütter denn so wünschen. Dieser Chart macht die Ergebnisse ihrer Umfrage deutlich:

 

Am wichtigsten ist den Working Mums, ihre Arbeit flexibel einteilen (44%) oder gar von zu hause arbeiten zu können (29%).

Wider Erwarten erhalten 42% der Befragten Unterstützung aus ihrem beruflichen Umfeld, nur 16% nehmen ihnen ihre familiären Prioritäten übel.

Das Geld führt die Hitparade der Gründe, wieso Mami wieder arbeiten geht, an, gefolgt vom Spass am Beruf (obwohl hier keine Prozentangaben gemacht werden).

Was kommt denn nun zuerst, Familie oder Beruf? 55% antworteten, sie würden sich schwer tun, mit dem Balanceakt, wovon ca. ein Viertel sagt, die Familie käme als Erstes, die Karriere leide jedoch darunter.

Liebe CEOs und Co: Flexible Arbeitszeiten! DAS wäre doch mal ein Geschenk auf den nächsten Muttertag, wie sieht's aus?

Die Kaiserschnitt-Diät

von: Rita Angelone am: Dienstag, 15.05.2012

Schönheit vor Gesundheit: Damit Mamas Bauch schön flach bleibt, verkürzen Models die Schwangerschaftsdauer.

Ihr Kapital ist der Körper: Heidi Klum mit Sohn am «Sünnele».

Heidi Klum hats bereits vor Jahren vorgemacht: Jeweils nur wenige Wochen nach der Geburt ihrer Kinder lief sie wieder mit ultraflachem und megastraffem Bauch über den Laufsteg. Und nicht etwa in einigermassen normalen Kleidern, nein, in superknappen Bikinis.

«Was für Gene! Was für eine Disziplin! Was für ein Personal Trainer hinter dieser blitzschnellen Rückbildung stecken mussten», dachte ich damals noch. Natürlich vermeldete die Presse damals schon, dass Frau Klum ihre Kinder alle per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht hatte. Persönlich dachte ich mir aber nichts Böses dabei, als dass Frau Klum wohl einfach den Geburtsschmerz nicht in Kauf nehmen wollte.

Heute vermute ich schwer, dass Frau Klum bereits damals einfach «too posh to push» war, zu deutsch «Zu schick, um zu pressen». So heisst nämlich das vermeintlich neue Phänomen, das vor allem in Amerika innerhalb der Kreise der Schönen und Reichen Schule macht und nichts anderes bedeutet, als ein Kind bereits im 8. Monat mit einem geplanten Kaiserschnitt auf die Welt zu holen, um die extreme Dehnung der Bauchdecke im letzten Monat zu umgehen und dadurch entsprechend rascher zur Idealfigur zurückzufinden.

Uns naiven Frauen hierzulande ist die westliche Vorliebe von Promis für Kaiserschnittgeburten zwar schon lange aufgefallen, auf ihren wahren Hintergrund haben uns aber erst die sich kürzlich häufenden Meldungen über Models gebracht, die alle einen Monat zu früh ihr Kind per Kaiserschnitt gebären und ein paar Wochen danach bereits wieder auf dem Catwalk zu bestaunen sind. Wie Schuppen fällt es uns nun von den Augen: Mit Geburtsschmerz-Phobie hat dieser Kaiserschnitt-Hype nichts zu tun. Es handelt sich schlicht und einfach um eine Diätform!

Wie blöd sind wir normalsterblichen Mütter eigentlich, die zum Teil um jeden weiteren Tag beten, den unser Baby in unseren Bäuchen noch ausreifen kann – egal, wie viele Schwangerstreifen und -kilos zusätzlich unseren Bauch verunstalten werden?

Quelle: blick.ch

Lesen Sie auch: Kaiserliches Ornament

«Jööh» oder «wääk»?

von: Nathalie Sassine am: Montag, 14.05.2012
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Das aktuelle «Time» Magazin schockiert mit einem Cover, das die Diskussion um das Langzeitstillen weltweit neu anheizt. Doch ist es wirklich so schlimm?

Das Magazin «Time» schockiert mit dem aktuellen Titelblatt.

Die Provokation soll natürlich die Verkaufszahlen ankurbeln, offensichtlich ist das der Redaktion des «Time» Magazins auch gelungen. Die hübsche Mutter und ihr Dreijähriger (und ja, wir hoffen, es handelt sich tatsächlich um Mutter und Kind und nicht etwa um Models. Das Trauma des Kleinen wäre wohl sonst eine weitere Forums-Diskussion wert) gehen einer «Beschäftigung» nach, die der Kinderarzt William Sears bereits in den Neunzigern propagieren. Bereits 2010 hatten wir hier darüber berichtet, die Reaktionen auf meinen damals schon kritischen Text waren entsprechend nicht ausgeblieben.

Und auch das «Time» Magazin hat zahlreiche Reaktionen auf das Cover und natürlich den Inhalt des Artikels erhalten. Der Titel «Sind Sie Mutter genug?» gab dem Ganzen den Rest. Der Text beschreibt den neuen Trend zur Extrem-Mutterschaft, sozusagen die Verschiebung vom «Helicopter-Parenting» zum «Klammeraffen-Säuge-und-Muttertier». Den Trend gibt es auch in Europa schon, man denke da nur an die vielen Artikel zum Thema Stillen und Familienbett. Wie in allem, sind wir Europäerinnen (und Schweizerinnen) jedoch nicht ganz so schlimm mit dem Verurteilen von anderen Methoden.Der Gedanke, dass Mütter stillen sollen, wenn sie wollen (und können) hat sich bei uns eingebürgert.

Auch wenn ich denke, dass Langzeitstillen in unseren Breitengraden wenig mit den Bedürfnissen unserer Kinder als mit denen von uns Müttern zu tun hat. Loslassen ist schwer, das erleben wir jeden Tag. Ensprechend würde ich nicht von einer Zwangs-Mutterschaft, sondern viel eher von einer Zwangs-Zuneigungsbekundung seitens des mit drei immer noch gestillten Kindes sprechen. Denn ein Dreijähriger kann sich nur loslösen, wenn man ihn lässt. Praktisch ist das Stillen allemal, das leuchtet sogar mir ein. Nötig? Ich weiss nicht.

Wie war Ihre instinktive Reaktion auf dieses Titelblatt. Jööh? Oder wääk?

 

Was sich Mütter wirklich wünschen

von: Nathalie Sassine am: Freitag, 11.05.2012
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Nein, es ist nicht das Frühstück ans Bett. Auch nicht die Blumen vom Tankstellenshop. Es ist viel simpler.

Bild: nickmom.com

Am Sonntag ist Muttertag und alle Mütter im Lande werden wieder reich beschenkt (hoffentlich). Selbst Gebasteltes, das – sind wir ehrlich – erst ab der Primarschule langsam beginnt, nach etwas auszusehen. Blumen – von den obliaten Löwenzahn, die nach 45 Sekunden im viel zu grossen Wasserglas zu welken beginnen, über die überteuerten Blumen, die nur noch am Valentinstag noch teurer sind. Bis hin zu Pralinen, die sich auf den Hüften bemerkbar machen, noch bevor das Grosi den Heimweg antritt (denn die will ja auch gefeiert werden und wie das geht, lasen wir hier letztes Jahr).

Eine amerikanische Studie publizierte kürzlich Zahlen zum Muttertag: 44% aller Väter vergessen den Muttertag schlechthin (die haben bestimmt keine schulpflichtigen Kinder, dann kämen sie nämlich nicht um den Tag der Tage). Doch auch Mütter würdigen den Muttertag offenbar nicht so, wie man das erwarten dürfte: Von den 19'000 befragten Müttern ziehen acht von zehn das Ausschlafen an jenem Sonntag vor. Frühstück ans Bett? Liebe Kindergesichter, bevor die Sonne aufgeht? Pha! Ein Drittel gab sogar zu, den Tag am Liebsten alleine verbringen zu wollen!

Deshalb starteten wir letzte Woche unsere eigene Umfrage und baten Mütter, uns mal ehrlich zu sagen, was sie sich zum Muttertag wünschen würden. Wirklich. Insgeheim. Oder gar nicht so geheim. Ihre Antworten waren sehr aufschlussreich und stimmten mit der genannten Studie weitgehend überein. Sie erzählten von den Tücken des Alltags mit Kindern:

«Ich wünsche mir den sofortigen Tod sämtlicher Magen-Darm-Viren und Bakterien, die einem in ihrer aufdringlichen Penetranz viele unappetliche Momente schenken.»

 «Einen Tag lang alles nur einmal sagen müssen!»

Oder auch weiter gefasst:

«Ich wünsche mir, dass unsere Kids an jedem der anderen 364 anderen Tage im Jahr ein winziges kleines bisschen an den Muttertag denken!»

Viele wünschten sich ein Wochenende Wellness, einen Städtetrip oder einfach Zeit für sich. «Ohne Verpflichtungen.»

Auch materielle Bedürfnisse wurden genannt: Vom Parfum über Prosecco bis hin zu einem bescheidenen guten Buch.

Die Muttertagswünsche richteten sich übrigens nicht nur an die eigene Familie, sondern auch an andere «Mütter, die jede Form von Muttersein respektieren (erwerbstätige oder nicht, stillende oder solche, die ihr Kind schöppelen, mit oder ohne PDA gebären, Kuchen backen oder Grossmutti-Cake kaufen, strenge oder laschere, solche, die das Gemüse im Tiefkühlregal oder beim Biobauer holen etc.), denn seien wir mal ehrlich, wir leisten doch alle viel!»

Nicht einmal der Weltfrieden oder ein weiteres Baby fehlte unter den Wünschen!

Sind das jetzt alles Rabenmütter weil keine – ehrlich, nicht eine – sich wünschte, diesen Tag mit den Kindern und dem Kindsvater zu verbringen? Weil keine sich zu den liebenswerten und meist missglückten Backversuchen der Kleinen äusserte? Wohl kaum. Doch wenn man eine Mutter fragt, was sie wirklich will, muss man sich halt manchmal auch auf etwas gefasst machen. Nämlich, dass sie einmal im Jahr an sich selber denkt.

Wir wünschen allen Müttern einen wundervollen Muttertag mit vielen SPA-Gutscheinen, Proseccoflaschen und feuchten Küssen von Klein und Gross.

Muttertag: Zeit, ihr zu vergeben

von: Rita Angelone am: Donnerstag, 10.05.2012
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Bild: ©iStockphoto

Der Muttertag naht und mit ihm auch die jährliche Auseinandersetzung mit allen Gemeinheiten, die uns unsere Mütter angetan haben. Auch wenn diese in bester Absicht erfolgten, machten sie uns damals – und manchmal auch heute noch - das Leben doch ziemlich schwer.

Die Frage ist nun: Können und  wollen wir Müttern vergeben, die...

  • uns verschwiegen, unsere Spielsachen versehentlich weg geworfen oder mit dem Staubsauger aufgesaugt zu haben?
  • uns als Kind in diesem stümperhaft selbstgestrickten scheusslichen Pullover in den Kindergarten schickten?
  • uns jahrelange zum Dorfcoiffeur zerrten, damit uns dieser ungefragt einen Mireille Matthieu Rundschnitt verpassen konnte?
  • uns dann jeden Sonntag den Rundschnitt aufs Neue mit der Rundbürste auffrisierten und uns dabei derart an den Haaren zerrten, dass die Kopfhaut zu reissen drohte?
  • uns beim eigenhändigen Nachschneiden der Stirnfransen diese jedesmal zu kurz schnitten?
  • uns regelmässig lippenstiftrote Kussmunde auf den Wangen hinterliessen, um sie sogleich mit ihren speichelgenetzten Taschentüchern oder Daumen wieder abwischten?
  • unser Immunsystem Herbst für Herbst mit ekelerregenden Oranol oder Jemalt – erfolglos – zu stärken versuchten?
  • uns mit ihren peinlichen Andeutungen auf die sich langsam formenden Brustknospen oder die sich ankündigende Mens gegenüber Dritten bloss stellten?
  • uns dann beim Eintreten der ersten Mens statt eines diskreten Tampons wortlos eine scheussliche dicke Binde in die Hand drückten?
  • ständig versuchten, uns mit den ihnen passenden anständigen Jungs zu verkuppeln?
  • unsere Telefongespräche mit unserem unanständigen Schwarm folglich durch peinliche Zwischenrufe unterbrachen?
  • unsere einzige einigermassen sexy aussehende Unterhose durch zu heisses Maschinenwaschen verfärbten und uns selbst  in Jeans Bügelfalten reindämpften?
  • uns ein Leben lang vorwarfen, keine Ahnung von Tuten und Blasen zu haben?
  • und die uns heute nun besserwisserisch ständig unter die Nase reiben, alles, was uns auch immer ereilt, bereits lange im Voraus kommen gesehen zu haben?

Welche Mutter-Tochter-Beziehung ist nicht – zumindest leicht – getrübt von solchen Muttergemeinheiten? Und: Sind wir nicht selber – immerhin manchmal – auf dem besten Weg, die genau gleichen Biester zu werden?

Das hat mir niemand gesagt!

von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Dienstag, 08.05.2012
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Wenn man ein Kind bekommt, erhält man viele Ratschläge. Nur nie die wichtigen! Hier also ein paar Vorwarnungen, was auf Eltern zukommt. Wenn wir das gewusst hätten, wie?

Wenig Schlaf, wunde Brüste, ja sogar die Finanzen wurden angesprochen, als ich mit meinem ersten Kind schwanger war. Ratschläge sind nebst geschwollenen Beinen und der ständige Drang, auf die Toilette zu gehen, etwas, das die werdende Mutter während mindestens 40 Wochen begleitet. Doch ehrlich gesagt kann ich mich kaum daran erinnern, wirklich wichtige und richtige Tipps bzw. Vorwarnungen gehört zu haben, wie zum Beispiel:

  • Du wirst ALLES teilen müssen. Das Bett, das Klo, die Badewanne, die ganze Privatsphäre eben. Wir bringen unseren Kindern zwar bei, dass teilen toll ist, aber eigentlich wissen wir ganz genau, dass das nicht stimmt.
  • Du wirst vieles verstecken müssen. Die Süssigkeiten, die Frauen-Magazine (ein Erstklässler kann mit dem Wort «Orgasmus» zwar noch nichts anfangen, aber fragen wird er). Das kann mitunter zum Spiessrutenlauf werden, vor allem, wenn du nicht mit der Anwesenheit deines Kindes gerechnet hast (nachts um eins wenn du noch vor dem TV sitzt).
  • Das süsse, pausbackige Kleinkind wird älter. Und frech. Antworten wie «Na und?» hört man nicht gerne aus dem Mund des Schätzelis, für das wir noch vor ein paar Jahren die einzig ernstzunehmende Instanz darstellten.
  • Stichwort: Aufklärung. Wie das Geschwisterchen in Mamas Bauch gekommen ist. Und wieder raus. Solche Sachen halt. Wie macht man das, ohne das Kind auf ewig zu vergraulen?
  • Mit Kindern zu spielen ist langweilig. Deshalb taten es unsere Mütter mit uns wahrscheinlich auch nicht.
  • Sie wachsen. Schnell. Und das Kleiderkaufen mutiert vom «Jööh!» zum «Was? Schon wieder?»
  • Sie riechen. Nicht. Gut. Erinnern Sie sich an den Wahnsinns-Geruch Ihres kaum geschlüpften Babys? Und wie Sie an seinen Füsschen knabberten? Na, versuchen Sie das mal bei einem vorpubertierenden Jungen mit Oberlippenflaum. Guten Appetit!

Dies nur als Vorwarnung. Oder habe ich etwas vergessen?

 

Das Schnarchen der Männer

von: Rita Angelone am: Montag, 07.05.2012
Tags: FolterFrauMannSchlafSchnarchen

In den Elternschlafzimmern spielen sich nachts für nachts kleine Dramen ab.

Da gibts nur ein Mittel: Ohren zu und durch! (Bild: iStockphoto)

Kaum ist man durch das Tränental schlafloser Nächte hindurch, weil die Kinder nun problemlos ihre elf Stunden am Stück schlafen, eröffnet sich im elterlichen Schlafzimmer ein neuer Abgrund: das Schnarchen der Männer. Denn oft trifft es sich, dass Männer – wenn Kinder endlich zu guten Schläfern mutieren – in Richtung 40 driften. Dieses Alter markiert den Beginn der Schnarchkarriere auch für Männer, die vorher nie oder nur selten geschnarcht haben. Mit 40 schnarchen bereits rund 60%, Tendenz steigend.

So spielen sich in Elternschlafzimmern nachts für nachts – während die Kinder tief und fest schlafen – kleine Dramen ab, die von aussen betrachtet banal erscheinen, doch für die betroffenen Mütter verheerende Folgen haben können. Schliesslich ist Schlafentzug eine Foltermethode und freuten sich Mütter, diese Tortur während der Kleinkindphase überlebt zu  haben, sehen sie sich nun mit dem nächsten Martyrium konfrontiert. Dieses wird aber kein Ende nehmen, sondern Jahr für Jahr schlimmer werden.

Mütter fürchten sich wieder vor der Nacht. Sie hoffen, vor ihren Männern einzuschlafen. Doch diesen Wettkampf verlieren sie naturgemäss immer, denn kaum liegen Männer flach, schlafen und schnarchen sie. Sie suchen also aktiv die Löffelstellung, doch nicht, weil ihnen nach Sex mit schnarchenden Monstern wäre, sondern weil sie damit als Keil das Kippen ihrer Männer in die Schnarchen fördernde Rückenlage verhindern wollen. Doch die physikalischen Kräfte lassen sie auch diesen Kampf verlieren.

So bleibt ihnen nichts anderes, als sich Nacht für Nacht Ohrstöpsel so tief in beide Gehörgänge zu bohren, bis ihnen das Gehirn schmerzt und zu explodieren droht. Immerhin: Stellten sich Mütter früher oft taub, als Weinen oder Rufe aus dem Kinderzimmer ertönten, brauchen sie sich jetzt nicht mehr zu verstellen: Sie hören schlichtweg nichts! Die Schnarchmonster sollen doch schauen.

Wie tönt es nachts bei Ihnen im Schlafzimmer? Wie gehen Sie damit um?

«Theater beim Einkaufen»

von: In Zusammenarbeit mit Kathrin Buholzer am: Freitag, 04.05.2012
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Beim Einkaufen mit Kindern ist Stress oft vorprogrammiert. elternplanet.ch gibt Anregungen und Tipps, damit die Shoppingtour nicht regelmässig in einem Desaster endet.

‪«Nein, dieses Feuerwehrauto gibt es nicht... – Die Barbie kannst du dir zum Geburtstag wünschen... – Süssigkeiten haben wir zu Hause noch genug...» Einkaufen mit Kindern wird nicht selten zum Spiessrutenlauf. Wie bringen wir die lieben Kleinen dazu, nicht alles anzufassen, in der Nähe des Einkaufswagens zu bleiben und nicht ständig die halbe Spielwarenabteilung kaufen zu wollen? Ein paar Tipps und Anregungen gibt es in diesem Video.

Der Mütter-Index

von: Rita Angelone am: Donnerstag, 03.05.2012

In welchem Land ist es am schönsten, Mutter zu sein? Und in welchem am schlimmsten?

Schlusslicht im Mütter-Index: Afghanistan. (Bild: iStockphoto)

Mütter klagen oft. Die einen aus mehr und die anderen aus weniger triftigen Gründen, wie der «Mother´s Index» belegt, der jährlich veröffentlicht wird und die weltweite Lebensqualität von Müttern erhebt.

Für 2011 führt Norwegen die Top Ten der besten Länder für Mütter an, gefolgt von Australien, Island, Schweden, Dänemark, Neuseeland, Finnland, Belgien, Holland, Frankreich und Deutschland. Die meisten dieser  Länder kommen uns sehr bekannt vor, werden sie doch immer wieder in Berichterstattungen über familienfreundliche Gesellschaften herausragend zitiert. Es erstaunt auch nicht, dass alle in der Top Ten vertretenen Ländern auch in der Liste der «Top Gender Balanced»-Staaten zu finden sind.

Demgegenüber bilden die Zentralafrikanische Republik, Sudan, Mali, Eritrea, Demokratische Republik Kongo, Tschad, Jemen, Guinea-Bissau, Nigeria und Afghanistan die fünf Schlusslichter. Die Bedingungen für Mütter und Kinder ist in diesen Länder verheerend:

  • Über die Hälfte der Geburten werden nicht durch ausgebildetes Personal begleitet.
  • Im Durchschnitt stirbt eine Frau aus dreissig an den Folgen einer Schwangerschaft.
  • Jedes sechste Kind stirbt vor dem Erreichend des fünften Lebensjahres.
  • Jedes dritte Kind leidet an den Folgen von Unterernährung.
  • Jedes siebte Kind wird nicht eingeschult, davon mehr Knaben als Mädchen.
  • Im Durchschnitt geniessen Mädchen und Frauen weniger als sechs Jahre Schulbildung.
  • Frauen verdienen nur 40% soviel wie Männer.
  • Neun von zehn Frauen verlieren zu Lebzeit eines ihrer Kinder.

 

Der Kontrast zwischen Norwegen und Afghanistan könnte grösser nicht sein:

  • Während in Norwegen alle Geburten fachmännisch begleitet werden, sind in Afghanistan nur in 14% der Fälle Fachleute bei der Geburt anwesend.
  • Norwegische Frauen geniessen im Schnitt 18 Jahre Schulbildung und haben eine Alterserwartung von 83 Jahren, während Frauen in Afghanistan weniger als 5 Jahre Schulbildung und eine Alterserwartung von 45 Jahren aufweisen.
  • Über 80% der Frauen in Norwegen setzen eine Verhütungsmethode ein, während es in Afghanistan nur 16% tun.
  • Während in Norwegen nur eine Mutter auf 175 ihr Kind vor dem 5. Geburtstag verliert, stirbt in Afghanistan jedes fünfte Kind vor dem Erreichen dieses Alters.

 

Die erhobenen Daten zeigen, wie gross die Diskrepanz zwischen reichen und armen Ländern ist und wie wichtig es ist, Verbesserungen in Sachen Gesundheit und Wohlergehen von Müttern und Kindern auf der ganzen Welt anzustreben.

Wollen wir versuchen, uns daran zu erinnern, wenn wir das nächste Mal auf hohem Niveau klagen?

Das angebliche Ticken

von: clack-Team am: Mittwoch, 02.05.2012
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Die biologische Uhr ist kein sexistisches Cliché, darüber ist sich die Wissenschaft heute einig. Unklar ist jedoch, woher der dringende Babywunsch kommt, ob tatsächlich die Biologie oder doch mehr das Umfeld Schuld daran sind.

Es kommt plötzlich, ohne Vorwarnung: Dieses Gefühl, jedem Baby nachschauen zu wollen, nur noch schwangere Frauen zu sehen und zu denken, dass ein Mann mit Tragetuch wahnsinnig sexy ist. Man hört sie nicht, spüren kann man sie auch nicht, doch offenbar tickt sie, die biologische Uhr, die wir Frauen angeblich innehaben und deren Alarm uns irgendwann aus dem kinderlosen Schlaf zu holen droht. Für viele fühlt es sich deshalb auch mehr wie eine biologische Bombe an, als eine harmlose Uhr. Und die, die das Ticken nicht verspüren und gar keine Kinder wollen, gelten nur als halbe Frauen, wie man auch heute auf slate.com lesen kann.

Die 28-jährige Journalistin Tracy Clark-Flory beschreibt das ihren Babywunsch auf salon.com als Sehnsucht, «ein Zucken in den Eierstöcken, ein Jucken in den Armen, die etwas wiegen möchten» und fragt sich, ob das Cliché wirklich eines ist oder ob es wissenschaftliche Erkenntnisse darüber gibt.

Die gibt es und auch wieder nicht. So fand Anna Rotkirch, Direktorin des Population Research Institute in Finnland, in einer neuen Studie heraus, dass sich dieser Wunsch Ende 20 am häufigsten manifestiert. Es gibt aber auch Frauen, die das Baby-Fieber bereits als Teenager mehr oder weniger packt. Die Studienteilnehmer – denn ja, sie befragte auch Männerbeschrieben ihren Babywunsch als «schmerzhafte Sehnsucht in meinem ganzen Dasein», auch von «leeren Armen» und «schmerzenden Brüsten» ist die Rede. Interessant dabei ist, dass die tickenden Uhren nicht ausschliesslich weiblich sind: Nebst 78% der Teilnehmerinnen, sagten 58% der Männer aus, sie fühlten den «starken Wunsch nach einem (eigenen) Kind».

Die Frau im Default-Modus
Woher dieses Verlangen kommt, ist derweil noch nicht geklärt. Rotkirch bestätigt eher einen hormonellen Zusammenhang, als dass sie das soziale Umfeld dafür verantwortlich machen will. Es gehe mit höchster Wahrscheinlichkeit darum, das die Frau evolutionsbiologisch einen sogenannten «Default»-Modus innehat, der ihrem Körper vorschreibt, spätestens kurz vor ihrem 30sten Geburtstag schwanger zu werden und ihre biologische Rolle als Mutter wahrzunehmen.

Für die, denen die evolutionsbiologischen Erklärungen zu sehr nach «Jäger und Sammlerin» schmecken, hat die finnische Studie eine weitere, ebenso nachvollziehbare Erklärung: Ende zwanzig nimmt die weibliche Fertilität ab, weshalb uns der Körper einfach signalisiert, wir sollen jetzt endlich vorwärts machen. Das macht zwar sicherlich Sinn, der wissenschaftliche Beweis dazu fehlt jedoch gänzlich.

Und was ist mit den Männern? Wieso erleben Sie das Baby-Fieber, obwohl ihre Fruchtbarkeit noch lange nicht abnimmt? Gary Brase, Psychologie-Professor an der Kansas State University, muss zugeben: «Wir wissen es nicht.»

Ursache: Erziehung?
Der Babywunsch ist aber nicht nur ein Nebenprodukt hormonaler Veränderungen, so Anna Rotkirch, auch sich verlieben, zusammenziehen oder einfach das Zusammensein mit Kindern können den Lautstärkenhebel des Tickens in die Höhe schnellen lassen. Ganz zu schweigen von den vielen Promis, die uns ihre schwangeren Bäuche und frischgeborenen Kinder vor die Linse halten. Eine Studie in Schweden hat ausserdem bereits 2010 gezeigt, dass Frauen oft schwanger werden, nachdem Arbeitskolleginnen oder Freundinnen ihnen das «vorgemacht» haben. Auch werden Mädchen in den meisten Familien immer noch – meist unabsichtlich – dazu erzogen, «Mami» zu spielen, was den Verdacht nahelegt, das sie beeinflusst wurden. Einzig da widerspricht Brase, der das Thema seit über zehn Jahren untersucht, «Der Wunsch nach einem Baby hat keinen Zusammenhang mit den zugeteilten Geschlechterrollen.»

Es ist also weder eine Frage des Geschlechts, noch des Umfelds - zumindest nicht nur. Auch ist die Evolution nicht alleinige Verantwortliche, schliesslich verspürt nicht jede Frau diese Sehnsucht nach einem Baby. Doch gerade auch für sie wäre es nützlich, wenn die Wissenschaft endlich eine Erklärung für das mysteriöse Ticken dieser angeblich biologischen Uhr hätte. Dann müssten sie nämlich nicht mehr mit dem Vorwurf leben, bloss halbe Frauen zu sein. Denn jede tickt anders, auch Frauen Ende 20.

www.clack.ch

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