Daddy spielt die Hauptrolle
von: Nathalie Sassine am: Dienstag, 01.02.2011
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In Hollywood wimmelt es auf einmal von Väter mit Kindern. Sind sie deshalb Superdaddies?

Matthew McConaugheys Glanzrolle: Superdad.
Wie nennt man eine Mutter mit Kind? Mami, Mutter, Mamma, wahlweise mit einem mehr oder weniger netten Adjektiv davor: Entnervtes Mami, liebevolle Mutter, Gluckenmamma. Und wie nennt man einen Vater mit Kind? Superdad! Zumindest in den Medien ist das heuer der Fall. In Hollywood scheinen nämlich plötzlich die Väter die Hauptrolle zu spielen. Daran wäre nichts auszusetzen, würden sie nicht wie die ultimativen Retter der Spezies gelten, bloss weil sie für die Paparazzis ihre Kinder Gassi führen und ihnen vor laufender Kamera Küsschen geben.
Wenn man über Promis und ihre Kinder liest, ist es immer dasselbe: Während der Schwangerschaft ist die werdende Mutter der Star. Denn sie ist wunderschön und lässt sich bekanntlich auch gerne in anderen Umständen ablichten. Danach sind gerade mal noch diejenigen Stars, die sehr schnell ihre alte Figur wiederfinden. Die anderen sieht man höchstens einmal sehr unvorteilhaft in Leggings abgebildet, abgekämpft und müde. Bildunterschrift: «Hat sie das Mamisein schon satt?»
Wenn die erste Euphorie über das neue Hollywood-Baby langsam verklingt, hört man erst wieder von diesen Super-Müttern, wenn sie auf dem Laufsteg bzw. wieder vor der Kamera stehen und arbeiten.
Die Daddies waren in der Zwischenzeit etwas weg vom Fenster, denn sind wir ehrlich, oft wissen wir gar nicht, wer der Vater des Babys ist. Bis zu dem Tag, an dem Daddy einen Strandspaziergang mit dem frischen (oder eben oft nicht mehr so frischen) Sprössling unternimmt. Dann ist er wieder interessant, denn er kümmert sich! Halleluja! Er ist Superdad und Superman in einem, denn er interessiert sich für seine Brut UND entlastet Mami! Ein Hoch auf ihn!
Ich will jetzt gar nicht erst darauf eingehen, dass Mami gar nicht so sehr von Papi, sondern wohl mehr von der Nanny entlastet wird und der Spaziergang für Superdad einfach eine Freizeitbeschäftigung darstellt.
Was mich jedoch immer wieder befremdet, ist die Tatsache, dass ein Vater, der sich um seine Kinder kümmert, so toll sein soll. Ich habe sogar schon Mütter sagen hören, heute «hüte» Papi. Hüten? Er ist doch nicht der Babysitter!
Dennoch ertappe ich mich selber dabei, dass es mir selber auch immer noch auffällt, wenn an der Migros-Kasse ein Vater mit seinem Kind steht. Heute waren es derer sogar zwei! Es nervt mich, dass ich das Superdaddy-Spiel mitzuspielen scheine, denn mein erster Gedanken war «Jööh!». Würde ich bei einer Mutter mit Kind nie denken!
Doch gleich Sekunden später gab mir der Wageninhalt dieser Männer recht: Sie hatten gerade mal ein paar Joghurts, Brot und Gummibärli drin. Ihre Einkäufe unterschieden sich also mächtig von meinem übervollen Einkaufswagen, der die Einkäufe für eine ganze Woche enthielt. Das macht bei ihnen wohl auch die Mami, wenn nicht gerade Papitag ist. Da können die Promis doch froh sein, haben sie Personal, die das für sie erledigen, dann kommen erst gar keine Fragen auf.
Was meinen Sie? Sind Daddies am Papitag besonders toll? Oder sollten wir Mütter endlich aufhören, sie so zu behandeln?
Hab ich mir s noch nicht überlegt: Väter hüten nicht. Sie sind ja keine Babysitter.!
sehr guter Satz.
Hi, netter beitrag aber mal im ernst. Ich finde es total schwer eine Leihoma oder betreuung für meine drei Kinder aufzutreiben. mein mann ist so ähnlich wie oben beschrieben, gut er ist auch beruflich viel unterwegs. wusste zum beispiel gar nicht wie ich da anfangen sollte. kann mir jemand tipps geben? bisher habe ich eine gute seite entdeckt, www.betreut.ch/kinderbetreuung
. sie sieht einfach aus und ich denke sie ist ein versuch wert. was meint ihr?