«Jetzt sag schön brav Entschuldigung»
von: In Zusammenarbeit mit Kathrin Buholzer am: Freitag, 27.01.2012
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Entschuldigen und Danke sagen. Überbewertet oder unabdingbar für den Umgang mit Erwachsenen und «Gspänli»? elternplanet.ch gibt Anregungen und Tipps.
«Sag schön brav Danke der Tante Ruth!» – «Jetzt geh hin zum Leon und entschuldige dich!» – «Jetzt sag doch einfach schnell es tut mir leid!» Entschuldigen und Danke sagen, steht bei den Erwachsenen auf der Höflichkeitsskala ganz oben. Doch den Kleinen ist's egal. «Warum jetzt dem blöden Leon auch noch Entschuldigung sagen, er hat ja schliesslich angefangen?» Wie bringt man den Kleinen das nur bei? Und ist es wirklich so wichtig? Was tun, wenn sie sich strikte weigern? Ein paar Tipps, Gedanken und Anregungen gibt's in diesem Video.
Also ich finde Entschuldigung und Danke sagen sehr Wichtig.
Ich versuche es meiner Tochter beizubringen.
Wenn sie zB. ein anders Kind (Schüpft),soll sie sich auch Entschuldigen.
Wenn meine Tochter etwas Geschenkt bekommt soll sie sich auch Bedanken.
Gerade in der heutigen Zeit ist ist es Wichtig einem Kind Anstand Beizubringen.
Ich habe noch nie verstanden, welches Erziehungsziel hinter einer Entschuldigung steht.
Neulich kippte mir das Kind einer Bekannten sein Glas aus. "Nun sag schon Entschuldigung. WIRST DU DICH ENDLICH ENTSCHULDIGEN?" Viel Gerede, kein Resultat.
Ich hätte es lieber gesehen, hätte besagte Mutter ihrem Kind gesagt: "Ich möchte dass du einen Lappen holst und die Schweinerei aufputzt".
Entschuldigen ohne Wiedergutmachung ist fauler Ablasshandel: Ich hau' dir eine rein und sage dann "entschuldigung, ist jetzt alles wieder gut?" Nein, ist es nicht! Und wenn etwas mit Absicht gemacht wurde - was beim Schlagen, Schubsen,... meistens der Fall ist - dann ist eine Entschuldigung Hohn und Spott, aber sicher nicht eine Ent-Schuldigung, dh. eine Handlung, die die Schuld wegwischen würde.
"gerade in der heutigen Zeit", wie ich diese Redewendung verachte...
Ist es heute wichtiger als "früher" höflich zu sein?
Wir haben mit "bitte" und "danke" kein Problem, weil wir es unserem Kind gegenüber auch benutzen. Genauso halten wir es mit dem entschuldigen, wenn mir etwas leid tut, entschuldige ich mich. Auch bei meinen Kindern.
Ansonsten sehe ich es wie Katharina, Entschuligungen ohne Reue sind ziemlich sinnlos. Der Vergleich mit dem katholischen Ablasshandel ist gut gewählt.