Partnerwahl Part one
von: Andrea Strahm am: Mittwoch, 14.12.2011
Um Mr. Right zu finden, muss Frau ihren Bauch aus- und ihren Verstand einschalten. Folgendes gilt es zu beachten.

Amour fou: Carrie und Mr. Big (Szene aus der Kultserie «Sex and the City»).
Mir war’s mit 14 Jahren völlig klar: zehn Zentimeter grösser, zwei Jahre älter. Das waren mal die wichtigsten Voraussetzung für den Mann meines Lebens. Und traf, rückblickend gesehen, auf keinen meiner Männer je zu, und einen Mann meines Lebens gab’s erst recht nicht.
Auch meine Jüngste macht sich so ihre Gedanken. Ihr Hauptkriterium: Pfadfinder muss er sein, intelligent und Spass verstehen. Das finde ich keinen schlechten Ansatz, obwohl mir die Vorstellung leicht widerstrebt, als Grossmutter Kinder im «Berliner» (oder wie immer diese Zelte heissen) hüten zu müssen. Ich war nie der Zelt-Typ, sondern der Fünf-Sterne-Hotel-Dubai-Typ, wenn auch rein theoretisch. Was mit meinem Bankkonto zu tun hat, aber lassen wir das.
Da ich doch ein paar Jährchen auf dem Buckel habe, könnte ich ihr natürlich weitere Tipps geben. Ganz undelikat ist das nicht, da sie ja von meinen Tipps auf mein Leben schliessen könnte, deshalb müsste ich einen Disclaimer anbringen. Etwa den folgenden: «Alle nachfolgenden Tipps beruhen ausschliesslich auf der Beobachtung anderer Leute und haben mit meinem Liebesleben oder meiner Beziehung zum Vater meiner Kinder absolut nichts zu tun.»
Damit können wir also beruhigt loslegen. Auf was muss eine junge Frau also achten?
- Gleich und gleich gesellt sich gerne.
Die Anziehung der Gegensätze spielt nur am Anfang, da findet man das interessant. Danach ist es nur noch anstrengend, sich immer erklären zu müssen.
- Achtung vor der Nacherziehungsfalle!
Wer versucht, seinem Mann Tischmanieren, Hygiene und Dresscodes beizubringen, rutscht in die Mami-Rolle. Das ist tödlich, nämlich für das Liebesleben. Frauen möchten im Bett starke Männer, keine Söhne.
- Kein Muttisöhnchen.
Hände weg von Männern, die von der Mutter verwöhnt werden und Zuhause keinen Finger rühren (müssen). Zieht er aus, erwartet er, dass die Freundin den Part übernimmt.
- Er wird sich nicht ändern, nie.
Also entweder der Ordnungslevel in seiner Höhle und seine Duftnote sind in Ordnung, oder man lässt die Hände von ihm. Es sei denn, man ist scharf auf Dauerkrieg.
- Männer lieben, wie sie essen.
Schenkt er nach? Achtet er darauf, was die Frau gerne isst, und stimmt sich ab? Isst er sorgfältig, aber mit Spass und Appetit? Oder schlingt er alles lieblos runter? Hat gar ewig und zelebriert die Mahlzeit, bis man einschläft? Frau weiss, was sie erwartet.
- Geschiedene Männer mit Kindern – hm.
Kommt er mit seiner Ex nicht klar, dann häufig auch mit den Kindern nicht, und die Zweitfrau darf‘s ausbaden.
- Der Mann ist kein Frauenflüsterer.
Frau sollte nie erwarten, dass ein Mann aus ihren Andeutungen, Handlungen oder Drohungen etwas liest. Männer nehmen einen beim Wort. Mit schmollen, zicken, flirten, weinen kommen sie nicht klar. «Schenk mir einen Diamanten» und «ich will jetzt heiraten» verstehen sie hingegen. Was noch gar nichts heisst, by the way.
- Der Storyteller.
Betrügt einer seine Frau mit dir und erfindet tolle Lügengeschichten, dann wird er später dich mit der nächsten betrügen und dir tolle Stories auftischen.
- Familienväter sind Tabu.
Hände weg von Familienvätern, egal wie wacklig deren Ehe ist. Man leistet keinen Betrag dazu, dass Kinder ihren Papi verlieren.
- Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wer sich das einreden muss, sitzt schon in der Falle.
War da noch was? Vielleicht: Und was sagen Väter ihren Jungs? Demnächst hier zu lesen...
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