Sommerpause: Die besten Blog-Beiträge reloaded

Ruinieren Töchter die Ehe?

von: Nicole Althaus am: Mittwoch, 27.07.2011
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Sie wünschen Sich eine lange glückliche Ehe? Hoffentlich haben Sie keine Töchter. Denn Mädchenmütter werden weltweit häufiger geschieden als Bubenmütter. Warum bloss?

Hallo Tochter, bye bye Ehemann!

Das Geschlecht eines Babys lässt Vieles erahnen - etwa welche Farben den Haushalt plötzlich dominieren werden, ob man künftig auf Autos ausrutschen wird oder über Barbies stolpern. Ob man die Wochenenden auf Pferdekoppeln verbringt oder Baustellen besucht. Und wieviel Fussball man dereinst schauen muss oder darf. Doch selten werweissen Paare wohl, ob das Geschlecht ihres Babys Konsequenzen haben könnte für die Ehe. Zu unrecht offenbar: Denn gemäss Studien halten Söhne die Ehe ihrer Eltern zusammen, während Töchter sie brechen. Dieser Fakt wurde in den USA 2003 publik und danach in vielen anderen Ländern mit Zahlen bestätigt. Seither rätseln Wissenschafter und Soziologen über die Gründe.

Ziehen Väter Söhne vor und bleiben deswegen bei ihrer Frau?, fragten sich etwa die Ökonomen Gordon Dahl und Enrico Morretti. Bedeutet eine Ehe mit Söhnen mehr Prestige? Glauben Eltern, dass Söhne ein männliches Rollenmodell brauchen und lassen sich deswegen weniger scheiden? Oder sind Mädchen schlicht und einfach eine Belastung für eine Ehe. Und wenn ja, warum?

Bis heute ist die Erklärung nicht gefunden worden,  bis heute kreisten die Fragen immer um die Ehemänner und die Söhne. Nun hat ein Artikel in der amerikanischen Zeitschrift Psychology Today den Spiess umgedreht und die weiblichen Familienmitglieder ins Zentrum gerückt: «Fakt ist nämlich», schreibt  Dr. Anita Kelly, «dass die Scheidung häufiger von den Frauen ausgeht.» Man müsse sich also vielmehr fragen, warum Mädchenmütter eher bereit sind ihren Ehemann zu verlassen als Bubenmütter. Und sie hat auch gleich eine Antwort parat: Studien zeigten, dass Söhne Arbeit verursachten, solange sie zuhause lebten. Töchter hingegen reduzierten die tägliche Hausarbeit, weil sie mitarbeiteten. Ausserdem seien Töchter die besseren Gesprächspartnerinnen und stützen ihre Mütter auf einer psychologischen und sozialen Ebene stärker als Söhne es tun. 

Daraus schliesst die Zeitschrift, dass Mädchenmütter ihre Ehemänner eher verliessen, weil sie im Gegensatz zu Bubenmüttern mit Unterstützung rechnen können und deshalb besser ohne Mann zurecht kämen.

Ich bin mir, ehrlich gesagt, nicht so sicher, ob Hausarbeit und Kaffeekränzchen ausschlaggebend sind, um aus einer schlechten Beziehung auszubrechen. Oder anders gesagt: Wenn die Ehe kaputt ist, bleibt man da, bloss weil man einen Sohn und keine Tochter hat?

Kommentare

von: vesuvio am: Mittwoch, 22.09.2010

Tatsächlich eine interessante These und erst jetzt merke ich: Viele Alleinerziehende in meinem Bekanntenkreis haben tatsächlich Mädchen. Gibt es Zahlen für die Schweiz?

von: Nicole Althaus am: Mittwoch, 22.09.2010

@Vesuvio- Nein, Zahlen zur Schweiz habe ich keine gefunden. Scheidungen werden nicht nach dem Geschlecht der Kinder analysiert.

von: alea am: Mittwoch, 22.09.2010

und wenn man sohn und tochter hat?

von: lilifee am: Mittwoch, 22.09.2010

tja - mit sohn und tochter wird das ganze schwierig. ;-)

von: Mammamia am: Mittwoch, 22.09.2010

Interressanter Beitrag. Und gute neulesung. Ich bin geschieden und lebe mit drei Töchtern. Sie sind mir große stutze

von: Andrea Strahm am: Mittwoch, 22.09.2010

Hm... ich sms-se gerade auch dauernd mit meinen Töchtern ob noch eine Frau in den BR kommt... täte ich wohl nicht mit Söhnen. Ist schon ein grosser Zusammenhalt da.

von: arabelle meier am: Mittwoch, 22.09.2010

könnte es sein, dass man als Frau mit Söhnen eher in der männlichen Energie bleibt und die Anziehung auch auf den Mann stärker wirkt? Viele Frauen wünschen sich heute ja tendenziell Mädchen, denkbar wäre also auch, dass sie sich mit Mädchen stärker auf das Kind konzentrieren (statt auf die Parnerschaft).

von: Marcel am: Mittwoch, 22.09.2010

Hm, ich habe eine Tochter, die ist zwölf, meine Ehe geht im nächsten Jahr ins zehnte Jahr... und am Horizont ist noch nichts avon schwerwiegenden Problemen auszumachen (ausser in Mathe). Ich glaube, ich habe wieder einmal Glück gehabt.

Und ja: Ehen werden tatsächlich häufiger von Frauen eingereicht:

"(...) Die meisten Scheidungen erfolgen im fünften Jahr, und 75 bis 80 Prozent der Trennungen gehen von Frauen."

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Das-Weibliche-ist-heute-mehr-wert-als-das-Maennliche/story/31411254

Wobei mir jüngst ein Jurist gesagt hat, dass diese Zahlen so nicht stimmen, das sähen nur Soziologen so. Weitere Abklärungen folgen ;-)

von: Marcel am: Mittwoch, 22.09.2010

Natürlich werden nicht mehr Ehen von Frauen eingereicht (wobei das statistisch so ist), sondern Trennungen, sorry

von: max am: Mittwoch, 22.09.2010

Verbittert alternde Emanzen ohne Ehemann benutzen oft solche "Teekränzchen", um funktionierende Ehen ins Unglück zu stürzen. Motiv ist der pure Neid.

Bei Freunden und Kollegen konnte ich das mehrmals beobachten.

Ja, in sehr vielen Fällen werden Ehen mutwillig zerstört und von den Ehefrauen aus kindischen Gründen leichtsinnig aufgegeben.

Dass das bei Mädchenmütern eher passiert ist eine interessante Beobachtung. Die Fälle, die ich kennen betreffen Mädchenmütter.

von: max am: Mittwoch, 22.09.2010

Wollte als Schluss zum obigen Einwurf sagen:

Die alleinstehend alternden keifenden Weiber im Bekanntenkreis von Mädchenmüttern möchten gerne die Mädchen für sich haben. Darum stacheln sie die einzig glücklich verheiratete Frau in ihrem Kreis bei Tee und Kuchen auf zur Ehescheidung.

Auf Buben verzichten solche Emanzen liebend gerne. Darum machen sie solches nur bei Mädchenmüttern.

von: alea am: Mittwoch, 22.09.2010

was für ein schwachfug.

und apropos, komischerweise sind wir daheim 3 mädchen und meine eltern immer noch glücklich verheiratet, seit beinahe 40 jahren.

von: Marcel am: Mittwoch, 22.09.2010

Das Problem ist halt eben, dass irgendjemand für einen Teil der Folgekosten aufkommen muss, die aus Scheidungen resultieren- und das sind im allgemeinen entweder die Väter oder die Allgemeinheit.

von: dio am: Donnerstag, 23.09.2010

Sicher interessant die Frage. Aber wohl so geschrieben vielleicht nur die halbe Wahrheit?

Es kann auch durchaus sein, dass das rebellische mit der Pupertaet auch etwas bewirkt.

Oder auf viel tieferer Ebene. Homonbedingt. Ausstoss von Feromonen, so das sie mit ihren Toechtern in Konkurrenz zum gleichen Mann treten. Was Mutter Natur dem Menschen alles aufzwingt ist uns ja auch noch nicht in voller gaenze bekannt.

So das sie sich zur Vermehrung wieder einem neuen Mann zuwenden muss? Bei der Aufzucht eines Maedchens ist die Aufgabe ja getan. Bei einem Jungen will auch Mutter beitragen, dass dieser zur geschlechtsreife heranwaechst um ihre Gene so oft weitergeben zu koennen wie nur moeglich. Und da ist bei Maennern die Chance groesser, das die Streuung der Gene groesser ist. Als bei weiblichem Nachwuchs.
Und da bei Frauen der Faktor Zeit beim zeugen von Nachwuchs eine groessere Rolle spielt haben sie weniger Zeit zu verlieren. Und trennen sich, bei guenstigen Gelegenheiten oefter als Maenner. Und unsere westliche Lebensform gibt ihnen diese guenstigen Gelegenheiten. Da sie bei einer Trennung in der Regel den viel besseren Schnitt machen als die Maenner. Finanziell wie sozial.

von: Franz Josef Neffe am: Donnerstag, 23.09.2010

Ja, wissenschaftliche Untersuchungen geben viel zu denken, besonders wenn man es nicht kann. Sehr wahrscheinlich geht auch die Welt wegen Mädchen unter und wir schweben in einer grausamen Gefahr, die wir noch nicht kennen und über die wir uns darum leider den Kopf noch nicht zerbrechen können. Aber vielleicht klappt das mit dieser Vorlage ja auch schon.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer finde ich es sehr interessant, dass Erwachsene offensichtlich immer Kinder brauchen um zu entdecken, dass sie was verkehrt machen. Und noch interessanterer Weise interessieren sie sich dann immer für Kinder und nicht für sich selbst.
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe

von: Bubenmama am: Donnerstag, 23.09.2010

Eine interessante These! Auch ein geringer Altersabstand erhöht übrigens die Scheidungsrate. Ist es nicht so, dass ich als Bubenmutter wie ein Königin konkurrenzlos, geliebt und geachtet im Zentrum stehe? Eine andere These wäre, dass es mit der Art der Zeugung zu tun hätte, dass Bubenmütter insgesamt glücklicher in der Ehe sind? Keine Ahnung, aber spannend. In meinem Umfeld stimmt die These auch. Ich bin glücklich, Söhne zu haben, mein Mann ist sehr stolz und dankbar und auch unsere Beziehung ist sehr gut. Wir schauen aber auch darauf, Zeit für uns und unsere Bedürfnisse zu haben.

von: Linlar am: Donnerstag, 23.09.2010

Tja, das ist ja alles ganz interessant, aber es geistern mit viel zu viele Geschlechter-Klischees in dieser These herum. Ich habe eine 10jährige Tochter und einen bald 8jährigen Sohn. Es spielen beide Fussball. Der Sohn hilft mehr im Haushalt. Klar haben mein Mann und ich oft Meinungsverschiedenheiten wegen der Kinder. Aber ob da das Geschlecht eine Rolle spielt?

von: kobold am: Sonntag, 26.09.2010

Ich kann diese an sich interessante These leider nicht bestätigen. Ich bin auch 1x geschieden, habe 2 Söhne und 1 Tochter. Bin aber seit 14 Jahren zum 2. mal verheiratet.

von: susa123 am: Montag, 27.09.2010

Finde ich interessant, aber in meinem Bekannten- und Freundeskreis sind die geschiedenen Elternpaare eher die mit Söhnen...
aber Ausnahmen bestätigen die Regel..
Ich hab trotzdem keine ANgst um meine Partnerschaft, trotz zweier Töchter..

von: R.K am: Montag, 27.09.2010

ich finde die studie ehrlich gesagt lächerlich.

der grund weshalb viele frauen die scheidung einreichen sind mit sicherheit nicht die töchter sondern leider zu oft, die untreue der ehemänner (untreue ehefrauen nicht ausgenommen), das auseinanderleben, alle arten von gewalt etc.

wer - egal ob vater oder mutter - mit offenen augen ihren kindern gegenüber eine scheidung durchgemacht hat, weiss nur zu gut, dass kinder oft denken sie wären schuld daran, dass die eltern nicht mehr zusammen wollen/können und wie schwierig es ist, kinder davon zu überzeugen, dass sie keine schuld tragen.

ich habe sowohl zu meinen töchtern wie zum sohn ein inniges verhältnis. alle drei kinder tragen innerhalb der familie zum wohle aller bei inkl. mithilfe im haushalt. wir sind für einander da, egal wo es brennt.

ich denke eher, da wo das innige verhältnis nicht vorhanden ist, wurde es auch nie vorgelebt und gelebt. dabei spielt es m.E. keine rolle ob in intakter oder getrennter familie.

deshalb:
der grund wie auch die schuld die für eine scheidung zu suchen ist, liegt schlichtweg bei den eltern - deren tun und lassen.

von: sandy am: Mittwoch, 06.10.2010

den beitrag von max am ende der ersten seite finde ich super. übrigens habe ich genau wenen solchen frauen meine stelle während der babypause gekündigt. der neid von kinderlosen frauen die einem das kind nicht gönnen, weil sie selber keine bekommen können (aber da kann ich ja nichts für). also jetzt: stelle gekündigt, vollzeitmami und dafür eine intakte familie mit ehemann und unsern eltern
grüsse

von: Eni am: Dienstag, 18.01.2011

Nun ich habe 2 Buben und bin trotzdem geschieden und auch Söhne könnne den Geschirrspüler ausräumen und ihre Wäsche in den Wäschekorb schmeissen. Arme Töchter, wenn die Mithilfe im Haushalt ein Grund ist, sich scheiden zu lassen.

von: Andrea Strahm am: Mittwoch, 27.07.2011

Ich glaube nicht, dass das der Grund ist. Eher, dass Mütter sich die Erziehung von Jungs alleine weniger zutrauen und den Mann brauchen. Mädchen solidarisieren sich eher mit der Mutter, wenn der Vater beispielsweise fremd geht, Jungs halten sich raus.

von: Eni am: Freitag, 29.07.2011

@ Andrea Strahm
Nun, klar fehlt meinen Buben der Papi, aber was will man machen? Einen herzaubern ist schwierig.

Was das fremdgehen betrift finde ich es ziemlich daneben, wenn eine Mutter ihre Kinder da reinzieht. Ich finde, dass solche Dinge die Kinder nichts angegen.

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