Sommerpause: Die besten Blog-Beiträge reloaded

Stillen mit Publikum

von: Nathalie Sassine am: Montag, 25.07.2011
Tags: StillenStilltuch

Überall herrscht Stillzwang. Aber bitte ohne nackte Haut. Wieviel Busen verträgt die Öffentlichkeit?

Müssen sich Mütter für das Stillen in der Öffentlichkeit schämen?

Überall herrscht das Credo, Stillen sei das Beste für unser Baby. Damit kann man einverstanden sein oder nicht, jede soll nach ihrer Façon. Aber bitte ohne Brüste zu zeigen! Doch, Sie haben richtig gelesen. Dieser Trend zeichnet sich in – where else? – den USA ab. Nirgends ist die Still-Lobby so präsent wie dort und gleichzeitig gibt es kaum einen prüderen als «The american way of life».

Immer wieder hört man von Lokalen, die stillende Mütter nach draussen verbannen, von Passante, die empörte Bemerkungen loswerden müssen und sogar – auch hier wieder in Amerika – von einem Fotoladen, wo man sich weigerte, ein Foto (!) eines an der Brust trinkenden Babys zu entwickeln.

Da erstaunt es nicht weiter, dass gewisse Mütter sich schämen, in der Öffentlichkeit zu stillen. Mir ging es damals nicht besser, ich fand es immer etwas peinlich, meine Milchbar in aller Öffentlichkeit zu entblössen, also versuchte ich, meine Pflicht in der hintersten Ecke des Kaffees mit möglichst wenig Publikum zu erledigen. Denn sogar die fanatischsten Still-Talibans werden zugeben müssen: In der Öffentlichkeit hat Stillen nichts mehr mit trauter Zweisamkeit zwischen Mutter und Kind zu tun.

Und deshalb gibt es jetzt «Hooter-Hiders»! (Hooters = Umgangssprachlich für Brüste / Hiders = Verstecker). Ein zeltartiges Ding, dass das Stillen in öffentlichen Räumen wieder in etwas Intimes verwandeln soll. Egal, wie man es dreht und wendet, diese Dinger sehen immer irgendwie aus, als würde man etwas Verbotenes schmuggeln wollen.

Nun fragt man sich natürlich, ob das nicht ein enormer Rückschritt ist. Schliesslich wollen wir alle zurück zur Natur, wir kochen Bio, wir nehmen öfter das Velo, wir verbringen viel Zeit in der Natur. Doch die natürlichste Sache der Welt, die anfangs so mühsam zu erlernen ist, und bei der viele Mütter einfach nur froh sind, dass es überhaupt klappt, die soll bitte möglichst hinter einem Schal stattfinden.

Aber eben genau damit gewinnen diese «Stillhilfen» an Terrain. Sie spielen mit der Unsicherheit der Mutter gegenüber der Gesellschaft, die es eigentlich gut findet, dass sie stillt, aber bitte keine nackte Haut zeigen soll. Es ist tatsächlich eine Frage des Selbstvertrauens, wie gerne man in der Öffentlichkeit seine Brüste auspackt. Beziehungsweise seinen Bauch zeigt, denn ohne speziell dafür entwickelte Mode, reisst man sich das T-Shirt rauf und entblösst sein altes Piercing, dass man in einem Anfall von Jugendwahn wieder reingewürgt hat, um sich selber zu motivieren, den Bauchspeck wieder loszuwerden. Während der Stillzeit ist dieser aber noch sichtbar vorhanden und ihn zu zeigen bedarf einer gesunden Portion Selbstvertrauen, die die meisten Frauen nicht aufbringen können. Also lieber ein Hooter-Hiders als gar nicht zu stillen.

Das Problem dabei ist, je verbreiteter diese Dinger werden, umso «skandalöser» scheint jede Mutter, die ihr Baby ohne Versteckspiel stillt. Oder wir werden überhaupt weniger stillende Frauen in der Öffentlichkeit sehen, was wiederum dem Ganzen einen faden Beigeschmack geben würde. Wenn man Müttern das Gefühl gibt, stillende Brüste sollten lieber versteckt werden, suggeriert man ihnen, das Stillen sowieso lieber zu hause geübt werden soll und eigentlich etwas Seltsames darstellt. Ein Teufelskreis, der aus offen stillenden Müttern asoziale Perverse macht.

Was meinen Sie? Sollten wir Stillen an öffentlichen Plätzen lieber ganz sein lassen oder sind diese Hooter Hiders eine gute Lösung für unsichere Mütter?

Kommentare

von: Lilifee am: Freitag, 24.09.2010

Jetzt fängt das in der Schweiz auch schon an? ich habe kürzlich einen Stillkleber auf einer Apothekentür gesehen. Wenn die Öffentlichkeit will, das Frauen ihre Babys stillen, weil so gesunde Steuerzahler entstehen, dann soll sie auch das stillen in der Öffentlichkeit tolerieren.

von: lulu am: Freitag, 24.09.2010

Es soll gestillt werden, nein, es MUSS sogar gestillt werden! Das zumindest, ist das was uns immer und überall klar gemacht wird. In der Apotheke kriegt man keine Müsterchen für Folgemilch mehr, mit der Begründung, es würde zu viele Mütter dazu verleiten verfrüht mit dem Stillen aufzuhören, oder es gar nicht erst zu probieren. Ist ja egal ob dir die Nippel bluten und eine unglaublich schmerzhafte Brustenzündung das Stillen momentan verunmöglicht. Es MUSS weiter gestillt werden. Gute Mütter lassen sich nicht so schnell unterkriegen. So eine Frechheit! Es wird uns quasi aufgezwungen zu Stillen, den welche Mutter will nicht "das Beste" für ihr Kind, aber gleichzeitig sollten wir uns verkriechen oder umständlich einhüllen, so als wäre das ganze doch etwas abartiges.
Und, sollte jetzt irgendjemand wieder meinen das eine stillende Mutter sowieso nichts in der Öffentlichkeit verloren hat, weil ein Baby, abgesehen von langen Spaziergängen in der Natuuuuur, am besten zu Hause "gehalten" wird, dann fände ich das nur tragisch.
Ich bin auch kein Fan vom "Kampfstillen", wo einfach überall und zu jeder Gelegenheit allen so richtig in your face präsentiert wird das man jetzt MUTTER ist und alle sich in Ehrfurcht und mit grösstem Respekt vor einem hin knien sollten.
Auch das mitschleppen eines Säuglings an jeden erdenklichen Event, nur damit man allen zeigen kann wie locker/lässig man trotz Kind noch ist, wie cool und urban, ist doof. Aber am normalen öffentlichen Alltag teilnehmen zu dürfen, auch stillend, sollte gar kein Thema sein.
Wäre das Stillen einfach etwas ganz normales, (so wie das NICHT-stillen auch) dann wäre auch kein Platz mehr für solche die es als Provokation und Selbstinzinierung missbrauchen.
"Hooter Hiders" für die die sich so wohl fühlen,meinetwegen, aber Schande wenn so was quasi Pflicht wird.

von: Andrea Strahm am: Freitag, 24.09.2010

Da braucht man ja bald einen ganzen Anhänger mit all dem Zeug - Wickeltasche, Wickelunterlage, Windeln, Feuchttücher, nun noch Hooter Hiders... Einerseits sieht man die Stars nur noch im Porno Look, andererseits darf öffentlich nicht mehr gestillt werden?? Im Restaurant am Tisch habe ich das nie gemacht, aber sonst.. wie hätte ich denn auf die Dreijährige auf dem Spielplatz aufpassen sollen, wenn das Baby Hunger hatte?

von: Andrea am: Freitag, 24.09.2010

@lulu Danke du redest mir aus dem Herzen. Nicht stillen wird nicht axzeptiert. Das bekomme ich fast täglich mit. Ich konnte keines meiner 3 Kinder stillen.
Es ist schön wenn man stillen kann.Aber bitte nicht im vollen Restaurant um 12 Uhr wo alle Essen wollen.

von: lili am: Freitag, 24.09.2010

Ich kann nur den Kopfschütteln. Ich verstehe nicht wie eine Frau die ihr Kind stillt stört und die Frauen die halbnackt in der Gegend herumlaufen nicht stören. Ich finde was völlig unagebracht ist wenn man im Restaurant sitzt und "Strings" zum vorschein kommen. Sorry für den Ausdruck aber mich stört das sehr. Noch zum schluss die meisten Frauen (mich einbezogen) wenn sie in der Öffentlichkeit stillen versuchen sie so diskret wie möglich zu sein.

von: Pierre am: Freitag, 24.09.2010

Nein, lili, eine halbnackte Person ist nicht dasselbe wie eine stillende Mutter. Die stillende Mutter repräsentiert für mich eine Intimität, die ich nicht stören möchte. Nicht, dass gar nicht gestillt werden sollte in der Öffentlichkeit, aber doch mit einer gewissen Distanz.

von: Brunhild Steiner am: Freitag, 24.09.2010

An alle "Die stillende Mutter repräsentiert für mich eine Intimität, die ich nicht stören möchte und deswegen mit Distanz", deswegen mit Hider, oder ist es für Sie okay ohne? Übelassen Sie es getrost den betroffenen Müttern, ob die da ein Intimitätsproblem orten oder nicht, in allererster Linie geht es beim Stillen um Nahrungsaufnahme! Man(n?) kann auch übermystifizieren was die Stillerei betrifft. Und grundsätzlich, solange ich ungewollt an jeder 4.Plakatwand einer halbnackten Frau in Ausschnitt blicken muss, in Zeitschriften, TV-Werbung, Kiosk-Aushängen usw etc diesselben Hhlbnackt Aufreizenden vorgeführt bekomme, solange ist ein Hider wohl der erbärmlichste Witz unserer toll entwickelten West-gesellschaft! Also echt, hoffe ja nicht dass irgendeine Frau den Quatsch importiert... .

von: ach am: Freitag, 24.09.2010

Eine Frau, die ihre Brüste vor allem Publikum auspackt ist ebensowenig eine Augenweide, wie ein Mann, der in die Ecke pinkelt.

von: Brunhild Steiner am: Freitag, 24.09.2010

@ach: genau so einen Kommentar gabs doch auch schon im heisswogenden Stillthread des ehemaligen Hafengebietes der hiesigen Kapitänin, bloss unter anderem Namen und um des Provozieren willens. Als ob Sie schon dermassen viele stillende Frauen gesehen hätten, die ihre Brüste vor allem Publikum auspackt, kommen Sie schon... . Wenn Sie was für die Augenweide suchen, bitte sehr, konzentrieren Sie sich doch auf die Plakatwände, da hängen genug "Augenweiden", fragt sich bloss, ob es immer so weise ist die Augen überall weiden zu lassen... .

von: ach am: Freitag, 24.09.2010

Brunhild Steiner, Du verstehst mich falsch: Eben genau solche Augenweiden will ich nicht. Weder die einen noch die andern. Und von den Plakatwänden fühle ich mich ebenso abgestossen.

von: Brunhild Steiner am: Freitag, 24.09.2010

@ach, sehr schön, dann haben wir etwas gemeinsam! Aber ich mache jede Wette, dass Sie gemessen an abstossenden Plakatwänden etc nur eine verschwindend kleine Anzahl an echt die Brust vor versammeltem Publikum präsentierend (und anschliessend stillend)Alltags-augenweiden gesehen haben. So gesehen überzeugt mich dieser Argumentfaden einfach nicht ganz.

von: max am: Samstag, 25.09.2010

Im Restaurant stört es mich, wenn ich beim Essen von meinem eigenen Tisch aus auf den Busen einer stillenden Frau sehe. Da ist wohl Geschmacksache, weil meine Geschmacksnerven da durcheinanderkommen. ("Darf ich auch mal?" als Männerkommentar wäre wohl ziemlich dreist!)

Ich denke, dass eine Mutter sich im voraus überlegen sollte, wo sie sich hinsetzt, so dass sie ihre Ruhe hat, nicht begafft wird und auch niemanden stört.

In öffentlichen Parks muss ich mich in Bern an anderes gewöhnen: sechs und acht jährige Buben und Mädchen in Begleitung ihrer Eltern schiffen direkt neben der Parkbank an den Baum.

Das habe ich innert acht Wochen zwei mal miterleben müssen. Beide male ist mir vor lauter Schreck der Latz offen geblieben. Man muss sich den <i>max</i> vorstellen, wenn es ausgerechnet dem die Sprache verschlägt.

von: Chrigi am: Sonntag, 26.09.2010

Von wegen Taliban... im Iran ist stillen in der Öffentlichkeit anscheinend kein Problem. Da blieb sogar mir der Mund weit offen, als ich eine mit Kopftuch bedeckte Mutter sah, dir ihr Kind in einem Park stillte und die Brust mehr als bloss entblöste...

von: Carmen am: Montag, 27.09.2010

Ich geniesse es richtig mit meiner Tochter mobil zu sein und überall wo ich kann und möchte sie zu stillen. Ich achte darauf, dass ich einen gemütlichen Platz für uns beide finde und schaffe ein wenig Intimität mit einem schönen Halstuch. Schade, dass dies als Bedrängnis von manchen Frauen interpretiert wird. Mir ist es nämlich ziemlich egal ob eine Mutter stillt oder nicht. Wichtig ist mir nur, dass das Stillen nicht als eine "Provokation" sondern als das natürlichste der Welt gesehen wird. Ansonsten müsste ich ja alle 4 Stunden nach Hause rennen oder gleich daheim bleiben. Und dafür ist mir die Elternzeit echt zu schade. Bisher habe ich übrigens nur schöne Erfahrungen gemacht und sehr viele anerkennende Blicke erhalten. Es gab nicht eine einzige Situation in der ich das Gefühl hatte, dass es unangebracht ist. Also geht es auch ohne diese Hooter Hidders.

von: Andrea Mordasini, Bern am: Dienstag, 28.09.2010

Ich habe beim Lesen dieses Artikels meinen Augen kaum getraut und gedacht, es sei ein verspäteter doofer Aprilscherz! Sorry, aber dieses Unding namens „Hooter Hider“ sieht trotz der schönen Farben und Muster furchtbar aus! Da fällt eine stillende Mutter erst recht auf, vor allem mehr als würde sie ganz „normal“ mit Stillshirt und Nuscheli stillen ;-)

Dass man in der heutigen modernen und scheinbar fortschrittlichen Zeit überhaupt über so was Normales, Natürliches, Gesundes und Selbstverständliches wie das (öffentliche) Stillen diskutieren muss, kann ich als Mutter zweier Kleinkinder (3.5 + 2) nicht verstehen. In was für einem verknorzten Zeitalter und einer verklemmten Gesellschaft leben wir eigentlich, dass über das Stillen so ein Theater gemacht wird! Solange sich die Mutter gesund und ausgewogen ernährt und möglichst auf Nikotin und Alkohol und blähende Speisen verzichtet, ist Muttermilch für die Kleinen das Gesündeste und Beste.

Auch ich habe meine beiden Kinder während der ersten Lebensmonate voll gestillt, auch auswärts und hatte übrigens nie Probleme. Ich wurde weder blöd angegafft, noch angemotzt oder gar des Lokals verwiesen. Meistens habe ich schon nur aus Rücksicht auf meine Kinder etwas abseits vom Trubel und diskret mit Stillshirt und/oder Nuscheli gestillt. So hatten einerseits meine Kinder Ruhe, waren ungestört und nicht abgelenkt, und auch Drittpersonen hatten ihre Ruhe ;-). Ein Kleinkind macht ja nichts anderes als wir Erwachsene auch - es isst, und wie wir eben auch, ab und zu auch auswärts... ;-). Und was bitte soll an einem friedlich stillenden, also trinkenden/essenden Säuglings schon so störend, schlimm und falsch sein? Mir sind ehrlich gesagt 10 Stillkinder im Restaurant 100 Mal lieber als ein einziger, schmatzender, rülpsender und besoffener Zechpreller. Stillen ist doch nichts Verbotenes oder Kriminelles!

Auf Werbeplakaten, in Modekatalogen und in Filmen sieht man viel mehr nackte Haut/Busen als beim Stillen... Wozu also dieser Aufschrei? Mütter, die sich genieren auswärts zu stillen, tun dies eben nur zu Hause oder in einem für sie geeigneten, geschützten Rahmen bzw. geben ihren Kleinen die zuvor zu Hause abgepumpte Milch auswärts im Fläschchen. Und solche, die sich tatsächlich ab einem Stillkind stören, die sollen doch einfach weg- statt hinsehen oder am besten gleich zu Hause bleiben. Mit etwas mehr gesundem Menschenverstand, Toleranz, Rücksicht und Respekt auf allen Seiten - und das leidige Stillthema ist gelöst und dieser grässliche „Hooter Hider“ kann einpacken :-)

von: Pascale am: Mittwoch, 29.09.2010

Habe 3 Kinder, alle gestillt wann und wo sie Hunger hatten.
SELBSTVERSTÄNDLICH habe ich mich dazu im Restaurant nicht an den vollbesetzten Stammtisch gesetzt.....
und was soll der Mist von wegen Brust "auspacken"????? Das kann nur jemand sagen, der selber nie gestillt hat. Stillen geht auch, ohne das jemand auch nur das kleinste bisschen Haut sieht. Dafür brauchts keinen Hooter-Hider, wenn man nicht gerade völlig bescheuert. ist.

von: Sabrina am: Sonntag, 28.11.2010

Liebe Autorin. Diese Dinger heissen nicht "Hooter-Hiders" sondern "Nursing Cover" was soviel heisst wie Stilltuch. Hooter-Hiders ist die Marke, wie z.b. Bébé au Lait. Dieser negative Bericht bezüglich dem Stilltuch überrascht mich sehr. Es scheint, als hätten Sie nie ein solches Tuch getestet, sondern sie finden es einfach doof. Ich verkaufe Stilltücher von Bébé au Lait und Hooter Hiders in der Schweiz und die Rückmeldungen von Kundinnnen zeigen mir, dass die Stillenden mehr als zufrieden sind damit. Es geht beim Stillen ja auch nicht nur um die Mutter sondern auch um das Kindeswohl und es gibt Babys, die lassen sich in der Öffentlichkeit sehr schnell ablenken. Gerade hier kann das Stilltuch auch seinen Dienst erweisen. Es gibt niergends eine Vorschrift, dieses Tuch zu tragen aber seien Sie doch tolleranter, wenn es Mütter gibt, die sich durch das Stilltuch einfach wohler fühlen. Wenn Sie und Ihr Baby sich ohne Tuch absolut wohl fühlen, ist es klar, dass sie absolut keine Verwendung für dieses "Ding" haben. Aber dies ist nicht bei allen Müttern der Fall.

von: Bernstein am: Dienstag, 24.05.2011

Da gibt es das Super tolle Stilltuch aus Amerika, da hat jeder etwas davon. Wir stillenden Frauen, dass Baby und die leute die daneben stehen oder sitzen.

von: rabukki am: Dienstag, 26.07.2011

...ich verstehe das Problem nicht. Selbstverständlich sucht man sich in einem Café oder auch im Freien eine angelegenere Ecke. Und wer die Brust abdecken will, kann das auch mit einem Tuch/Hemd/Still-Shirt. Wozu muss man extra noch so ein Teil kaufen, das mich übrigens an die Kittelschürzen meiner Urgroßmutter erinnert?
Es gibt immer Nörgler, die sich über alles aufregen. Kleinkinder, die in der Straßenbahn nicht still sitzen, au weia. Und Mütter, die in der Öffentlichkeit stillen, oh Gott. Und immer gibt es auch die gegensätzliche Meinung, ist ja kalr. Davon muss man sich nicht kirre machen lassen...

von: MammaNad79 am: Dienstag, 26.07.2011

Überall zeigen heutzutage Jungendliche (und auch weniger junge Leute...) viel Haut, freier Bauch, Poschlitze- und backen, viel Brust und und und... Überall (TV, Plakate, Zeitungen,...) sieht man Werbung, die auf sexuelles hin andeutet, neulich sogar eine Werbung für Gleitgel (um 20h im CH-Fernsehn!!!)... Aber Haut zeigen beim Stillen - bitte nicht in der Öffentlichkeit??? Irgendetwas stimmt da nicht ganz...

von: Trulla am: Montag, 19.09.2011

Dieses leidige Thema "stillen". Ich kann es schon nicht mehr hören. Kommt das Baby zur Welt, muss man stillen. von allen Seiten wird man bedrängt. Ich konnte stillen (ist ja auch nicht selbstverständlich!), und wollte das auch. Trotzdem hat mich dieser ständige Stillzwang sehr gestört. Blutige Brustwarzen? Kein Grund mit dem Stillen aufzuhören! Glücklicherweise gibt es noch Leute mit gesundem Menschenverstand. Ich habe dann Stillhütchen verwendet, habe damit gar nicht mehr aufgehört. Wenn man dann eine Weile gestillt hat, kommt die andere Seite. Alles regt sich schon auf... "du stillst noch immer?" Und das wohlbemerkt nach kaum drei Monaten! Dieser ständige Druck und der mentale Stress hat bei mir letztendlich nur dazu geführt, dass die Milch zurückging. Ich habe mir fest vorgenommen, beim zweiten Kind nur noch auf mich und das Baby zu hören.

Und um noch auf das eigentliche Thema zu kommen: die Stilltücher finde ich gut, wenn die Mutter sich so wohler fühlt beim Stillen in der Öffentlichkeit. Ansonsten sind sie unsinnig. Ich (oder wir) haben immer einen entspannten Rahmen gebraucht, damit Baby gut trinken konnte. von daher war ich am liebsten Daheim. Nur manchmal geht das eben nicht - oder man will auch mal wieder raus. Unser Baby kam lange alle zwei Stunden und hat jeweils eine Stunde zum Trinken gebraucht.... ich kam also nirgends mehr hin, hätte ich nicht mal ausser Haus gestillt. Dabei habe ich versucht, diskret zu sein. Habe aber auch schon im vollen Restaurant gestillt, in einer Ecke und habe versucht, möglichst keine Haut zu zeigen. Dass man sich grundsätzlich gestört fühlt, weil eine Frau ihr Kind stillt - das kann ich gar nicht verstehen. Glücklicherweise musste ich diesbezüglich nie eine schlechte Erfahrung machen.

von: Saskia am: Montag, 21.11.2011

bin gerade mit dem dritten kind schwanger. hab meine beiden mädels je zwischen 7-8 monaten gestillt.bei der ersten gings supi,hab die mütter nciht verstehen können,dass so was simples nicht klappt und bei der zweiten hab ich dann eine aufs maul bekommen,es war der grösste "knortz", nun wusste ich was die anderen mami meinten,dass es halt nicht einfach so geht.jede mutter muss für sich selbst entscheiden,ob,wie lange stillen,da kann man keiner mama was aufzwingen oder ein schlechtes gewissen machen,wenns nicht geht,hat man das ja sowie so schon. und zum thema in öffentlichkeit stillen,hab das auch gemacht,jedoch hab ich ganz unkompliziert mit einem nuschi gemacht. nuschiecken auf der schulter unter den bh träger geklemmt und so ein bisschen abgedeckt.war auch praktischer als die mädels ein paar monate alt waren,da schauens in aller welt rum ,an dei brust,weg von brust... und so waren sie dann nicht mehr so abgelenkt.also stillt in aller öffetlichkeit,habt mut!

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