von: Nathalie Sassine am: Montag, 14.05.2012
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Das aktuelle «Time» Magazin schockiert mit einem Cover, das die Diskussion um das Langzeitstillen weltweit neu anheizt. Doch ist es wirklich so schlimm?

Das Magazin «Time» schockiert mit dem aktuellen Titelblatt.
Die Provokation soll natürlich die Verkaufszahlen ankurbeln, offensichtlich ist das der Redaktion des «Time» Magazins auch gelungen. Die hübsche Mutter und ihr Dreijähriger (und ja, wir hoffen, es handelt sich tatsächlich um Mutter und Kind und nicht etwa um Models. Das Trauma des Kleinen wäre wohl sonst eine weitere Forums-Diskussion wert) gehen einer «Beschäftigung» nach, die der Kinderarzt William Sears bereits in den Neunzigern propagieren. Bereits 2010 hatten wir hier darüber berichtet, die Reaktionen auf meinen damals schon kritischen Text waren entsprechend nicht ausgeblieben.
Und auch das «Time» Magazin hat zahlreiche Reaktionen auf das Cover und natürlich den Inhalt des Artikels erhalten. Der Titel «Sind Sie Mutter genug?» gab dem Ganzen den Rest. Der Text beschreibt den neuen Trend zur Extrem-Mutterschaft, sozusagen die Verschiebung vom «Helicopter-Parenting» zum «Klammeraffen-Säuge-und-Muttertier». Den Trend gibt es auch in Europa schon, man denke da nur an die vielen Artikel zum Thema Stillen und Familienbett. Wie in allem, sind wir Europäerinnen (und Schweizerinnen) jedoch nicht ganz so schlimm mit dem Verurteilen von anderen Methoden.Der Gedanke, dass Mütter stillen sollen, wenn sie wollen (und können) hat sich bei uns eingebürgert.
Auch wenn ich denke, dass Langzeitstillen in unseren Breitengraden wenig mit den Bedürfnissen unserer Kinder als mit denen von uns Müttern zu tun hat. Loslassen ist schwer, das erleben wir jeden Tag. Ensprechend würde ich nicht von einer Zwangs-Mutterschaft, sondern viel eher von einer Zwangs-Zuneigungsbekundung seitens des mit drei immer noch gestillten Kindes sprechen. Denn ein Dreijähriger kann sich nur loslösen, wenn man ihn lässt. Praktisch ist das Stillen allemal, das leuchtet sogar mir ein. Nötig? Ich weiss nicht.
Wie war Ihre instinktive Reaktion auf dieses Titelblatt. Jööh? Oder wääk?
von: In Zusammenarbeit mit Kathrin Buholzer am: Freitag, 04.05.2012
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Beim Einkaufen mit Kindern ist Stress oft vorprogrammiert. elternplanet.ch gibt Anregungen und Tipps, damit die Shoppingtour nicht regelmässig in einem Desaster endet.
«Nein, dieses Feuerwehrauto gibt es nicht... – Die Barbie kannst du dir zum Geburtstag wünschen... – Süssigkeiten haben wir zu Hause noch genug...» Einkaufen mit Kindern wird nicht selten zum Spiessrutenlauf. Wie bringen wir die lieben Kleinen dazu, nicht alles anzufassen, in der Nähe des Einkaufswagens zu bleiben und nicht ständig die halbe Spielwarenabteilung kaufen zu wollen? Ein paar Tipps und Anregungen gibt es in diesem Video.
von: In Zusammenarbeit mit Kathrin Buholzer am: Freitag, 27.04.2012
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Wenn die Kinder draussen spielen, gibt's immer mal wieder einen kleinen Unfall: ein geschürftes Knie, einen Kratzer am Ellbogen oder Tränen wegen eines Streits mit dem Nachbarskind. Oft sind die Verletzungen auf den ersten Blick weitaus kleiner, als das riesige Geschrei, welches die Kinder dann deswegen produzieren. Soll man trotzdem trösten oder gerade deswegen? Werden die Kindern nicht zu wehleidig, wenn wir sie deshalb kurz in den Arm nehmen oder ihnen ein lustiges Pflaster aufkleben? Antworten dazu, gibt's in diesem Video.
von: Rita Angelone am: Dienstag, 24.04.2012
Eltern predigen ihren Kindern, dass sie nicht lügen sollen. Dabei sind es oft die Erwachsenen, die es nicht so genau mit der Wahrheit nehmen.

«Kleines Püppchen, freches Püppchen, wo hat man dich zuletzt gesehen?» Ausschnitt aus Disneys «Pinocchio».
Lügen ist eine Untugend. Das wissen wir, und doch lügen wir immer wieder oder ziehen eine Notlüge immerhin für den Bruchteil einer Sekunde in Erwägung. Natürlich empfinden wir unsere Lügen nur als Notlügen, die nur notgedrungen in ganz speziellen Situationen ausgesprochen werden sollten. Ob die Flunkerei dadurch vertretbarer wird? Beurteilen Sie!
- Bei der Anmeldung für die Skischule oder für den Kids Club am Meer mogeln wir unsere Kinder älter. Hauptsache, wir können sie abgeben und kinderlos die Pisten wie früher hinunter brettern oder mit einem Drink in der Hand in Ruhe auf der faulen Haut an der Sonne liegen.
- Auf Ausflügen stehen unsere Kinder hingegen immer ganz knapp vor demjenigen Geburtstag, bei welchem die Zahlungspflicht für den Eintritt in den Zoo, ins Museum, ins Hallenbad oder für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln einsetzt. Dass die paar gesparten Batzen nur einen Tropfen auf dem heissen Stein darstellen, vermag das Gefühl des Triumphs in diesem Augenblick nicht zu trüben.
- Sind die Kinder – Murphys Gesetz folgend – an einem Krippentag fiebrig, übertünchen wir dieses mit Paracetamol und übertölpeln ganz hinterlistig die Gruppenleiterin. Hauptsache, die Abgabe gelingt und wir können verschwinden. Ganz nach dem Motto: Nach uns die Sintflut.
- Erhalten wir dann doch einen Anruf der Krippe, weil sich das Fieber dummerweise nicht länger als 4 Stunden weglügen lässt, überhören wir das Telefon einfach. Weshalb haben wir schliesslich eine zweite oder gar dritte Notfallnummer angegeben? Sollen doch der Partner oder die Grosseltern das fiebrige Kind von der Krippe holen, und den Rest des Tages auch gleich hüten. Schliesslich könnte es wirklich sein, dass wir im Sitzungszimmer unerklärlicherweise keinen Empfang hatten.
- Und weshalb sollte ein Kind wegen etwas brennenden Augen oder wegen einer paar Pickel rund um den Mund nicht zur Krippe gehen können? Hauptsache, wir wissen, was es ist und verabreichen ihm Antibiotika. Allen anderen müssen wir ja nicht unter die Nase reiben, dass eine Bindehautentzündung oder eine Hand-Fuss-Mund-Krankheit hochansteckend sind. Oder sollten wir das?
- Das gleiche Prinzip gilt übrigens auch für Kopfläuse: WIR haben nichts gesehen. Sorry, tut uns wirklich leid.
- Verpassen wir allerdings einen Termin, vergessen wir etwas oder wollen wir uns schlichtweg nicht mit jemandem treffen, schieben wir unsere ach so kranken Kinder vor. Die Genugtuung, den Druck losgeworden zu sein und gut dazustehen, ist grösser als die Angst, mit dieser Ausrede möglicherweise gleich den Teufel an die Wand gemalt zu haben.
Wir würden nicht so viel lügen (oder zumindest lügen wollen), wenn es nicht auch ein wenig gut täte. Lügen kann uns zu einer Verschnaufpause verhelfen, es kann helfen, unangenehme Situationen zu umgehen oder Ärger und Aufwand zu vermeiden. Lügen ist menschlich, oder nicht?
Haben Sie sich auch schon einer Notlüge bedient? Mit welchen Gefühlen? Mit welchen Folgen?
von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Montag, 23.04.2012
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Kaum ist der «war on women» nicht mehr medienwirksam, kommt schon der nächste Krieg: «The mommy wars» ist in den Staaten deklariert.

Rabenmutter versus Supermami: Immer dasselbe.
Die Vorgeschichte hierzu ist natürlich am selben Ort zu suchen, wie alle anderen Stories, welche die US-Medien zur Zeit beschäftigen: In den Präsidentschaftswahlen.
So erklärte die Frau des republikanischen Kandidaten, Ann Romney, der «war on women» - also Themen wie Abtreibung und Verhütung - interessiere die Amerikanerinnen überhaupt nicht, sie würden sich viel mehr um die Wirtschaft und die andauernde Krise sorgen. Worauf Hilary Rosen, demokratische Poltstrategin, erwiderte, Romney’s Frau wisse ja gar nicht, wovon sie spreche, schliesslich habe sie «keinen Tag in ihrem Leben gearbeitet». Der Fuss sass tief im Fettnapf.
In der Tat wäre Ann Romney die allererste First Lady, die noch nie Geld verdient hat. Und da liegt eben genau der Unterschied. Mütterblogs und Kommentatoren liefern sich zur Zeit eine Schlacht sondergleichen, denn was heisst bitteschön «arbeiten»? Es stimmt, dass Mrs Romney noch nie erwerbstätig war, doch mit fünf Kindern kann man doch kaum davon sprechen, sie wisse nicht, was arbeiten heisse, nicht wahr?
Die «Mommy wars» sind in Amerika nichts Neues, der Krieg zwischen «Working» und «Stay-at-home» Müttern ist schon lange im Gange, nur in der Wahlpolitik hatte er bis jetzt noch nicht Einzug gehalten. Jetzt entflammt dafür eine umso heftigere Debatte, denn es geht bei der Frage, ob Mütter arbeiten sollen/dürfen nicht nur um moralische Grundsätze.
Ähnlich wie in der Schweiz existiert in Amerika folgendes Paradox: Nur eine Mutter, die zu hause bei den Kindern bleibt, ist eine gute Mutter. Aber gesellschaftlich gesehen ist sie eben «nur» eine Mutter. Und die hat halt keine Ahnung. Mütter können’s niemanden Recht machen. Doch müssen sie das überhaupt?
«Es geht nicht um Arbeit, sondern um Wohlstand»
Im Falle der Romneys kann man ausserdem kaum von einer klassischen «Stay-at-home» Mama sprechen, wenn man bedenkt, dass das Kandidatenehepaar nicht einfach nur reich, sondern –entschuldigen Sie die Vehemenz – stinkreich ist. Denn die Tatsache, dass die kleinen Romneys von einer Schar Personal mitbetreut wurden, lässt keine amerikanische Mutter kalt, welche Schicht arbeitet, sich täglich fragt, ob sie sich das Eis für ihren Spross leisten und ihre Hypothek vielleicht bald nicht mehr bezahlen kann. Die anstehenden Probleme sind kaum zu vergleichen mit Müttern aus manikürten Vororten, deren einzige Sorge es ist, ihre Kinder pünktlich in die Geigen- und Ballettstunde abzuliefern. Falls sie überhapt selber fahren. So sagt dann auch Adrianna Velez im The Stir: «In den Mommy Wars geht es nicht um Arbeit, sondern um Wohlstand».
Überhaupt werden, nachdem sich sämtliche Kommentatoren in einer ersten Phase auf die demokratische Hilary Rosen und ihr Fettnäpfchen einschossen, vermehrt Stimmen laut, die das ganze hinterfragen. Nicht im Sinne von «was ist besser, arbeiten oder nicht?», sondern vielmehr so, wie es beispielsweise Lindsay Cross auf The Grindstone formuliert: «Wenn wir Stay-at-home-Mütter so sehr schätzen, wieso haben wir dann keine Mutterschaftsversicherung?» Denn die USA kennt (wie die Schweiz noch bis 2004 übrigens auch) keinen gesetzlich geregelten Mutterschaftsurlaub. Viele Amerikaner (auch –innen) argumentieren damit, dass Mutterschaft und Hausfrauendasein eine Wahl darstellen und dass der Staat dafür nicht aufzukommen hat. Das kommt uns doch bekannt vor, nicht?
Worum es bei den Mommy Wars nun genau geht, wird womöglich keine grosse Rolle in den anstehenden Wahlen spielen. Ob sich indes amerikanische Mütter wirklich mit Ann Romney identifizieren können, bleibt fraglich. Vor allem, da ihr Jüngster als letzter von fünf Kindern bereits 1999 von zu hause ausgezogen ist. Da stellt sich nun mal die Frage, wie Mrs Romneys «Arbeit» in den letzten 13 Jahren ausgesehen hat und wieso sie glaubt, über die kriselnde Wirtschaft in ihrem Land referieren zu können.
von: In Zusammenarbeit mit Kathrin Buholzer am: Freitag, 20.04.2012
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Kaum 5 Minuten unterwegs, da fragen die Kids schon: «Wann sind wir endlich dort?» Das Reisen ist für viele Eltern der anstrengendste Teil des Urlaubs. elternplanet.ch gibt Anregungen und Tipps.
Was kann man tun, um die Hinfahrt möglichst interessant und lustig zu gestalten, so dass keine Langeweile aufkommt? Ein paar Tipps dazu gibt's in diesem Video.
Tipps & Links
• Infos zum Leapster: www.leapster.de
• Hier gibt's kostenlose Ausmalbilder: www.ausmalbilder.info
• Links für Hörspiele zum Downloaden
• Lustige Reisespiele für unterwegs (Box mit 50 Ideenkarten) ist erschienen bei arsEdition Verlag, ISBN Nr. 978-3-7607-3579-5. Erhältlich in vielen Buchhandlungen oder online.
von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Mittwoch, 18.04.2012
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Erstmals führt eine Airline ein Kinderverbot im Flugzeug ein. Was soll man davon halten?

Fliegen ist für Kinder vor allem eines: Langweilig.
Letzte Woche berichteten die Medien, dass Malaysia Airlines ab Juli in ihrem brandneuen A380 keine Kinder unter 12 Jahren auf dem oberen Deck dulden wird. Wohlverstanden, auf dem unteren schon, es geht nicht darum, Familien völlig aus dem Flugzeug zu verbannen, sondern lediglich die Passagiere zu «schützen», die auf fremdes Kindergeschrei (falls es ein solches dann überhaupt geben sollte) verzichten können.
Ist es nicht interessant, wie die erste Reaktion auf solche Kinderverbote, ob in Restaurants, Museen oder Konzerten, immer erst eine empörte ist? Zumindest bei mir bemerke ich immer wieder, wie ich mich, gleich einem Muttertier, erst einmal schützend vor meine Kinder stelle. Mental meine ich. Bei näherem Betrachten scheinen viele dieser «Verbote» jedoch gar nicht so diskriminierend, wie erst angenommen.
Denn es fragt sich ja schon, wer mit weinendem Kind im Flugzeug mehr leidet (abgesehen vom Kind selbst): Die Eltern, die die bösen Blicke und tadelnden Bemerkungen der (kinderlosen) Passagiere ertragen müssen? Oder eben diese Passagiere, deren Ohren zwar gequält werden, jedoch aber nicht verantwortlich sind für den Lärm, den wir Familien produzieren und sich mit Kopfhörern behelfen können?
Ausserdem ist es ja immer das gleiche: Nerven tut nicht wirklich das Kind, dass quengelt, sondern die Eltern, die nichts dagegen unternehmen. Wenn ein Fünfjähriger während mehreren Stunden in meinen Sitz tritt, ohne dass seine Mami (Papis sind mitgemeint) was sagt, DANN bin ich genervt. Fliegen ist nämlich – abgesehen von Start und Landung – für Kinder vor allem eines: Langweilig. Nicht alle Eltern haben das Glück, einen Bildschirmjunkie zu haben, der sich stundenlang das Kinderprogramm der Airline im Loop anschaut. Und 12 Stunden lang Kleinkindbeschäftigung zu bieten ist schlicht unmöglich.
Vielleicht ist das also gar nicht so schlecht, wenn man bei Malaysian weiss, wo man hingehört als Familie. Zu anderen Familien, denen der Lärm zwar auch nicht gefällt, die aber die bösen Blicke für sich behalten. Von wegen Steine im Glashaus, Sie wissen schon.
Oder was halten Sie von einem Kinderverbot in Airlines?
von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Montag, 02.04.2012
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Die Muttersöhnchen von letzter Woche gaben mir zu denken. Bin ich eine Mutter, die ein solches Söhnchen aufzieht? Ich glaube nicht. Eigentlich.

Wann legen wir den Grundstein hierfür?
Rita Angelones Artikel letzte Woche über Mammoni, Mamititis und Muttersöhnchen erwähnte unter anderem die Problematik der Erziehung. «Will die Schweiz, so der Rückschluss, nicht dasselbe Schicksal wie Griechenland, Italien oder Bulgarien erleiden, sollten Mütter hierzulande ihre Brut rechtzeitig aus dem Nest schmeissen, sofern diese nicht freiwillig das Hotel Mama verlassen will.» so ihre Folgerung.
Nun denken die meisten Mütter, die ich kenne, wenn sie das lesen «natürlich möchte ich kein Muttersöhnchen. Sie sollen so bald wie möglich auf einen Füssen stehen.» Ich sehe das auch so. Ich zähle mich zu der Art Mutter mit «Steh-auf-und-hol's-dir-selber-Erziehung». Meine Kinder (8 und 3 Jahre alt) sollen lernen, sich schon früh selber anzuziehen, alleine draussen zu spielen, im Dorflädeli einzukaufen, die eigene Wäsche weg- und den Tisch abzuräumen. Sie tun es ja auch. Meistens.
Trotzdem stellen wir immer wieder fest, wie unselbständig unsere Kids sind. Täglich muss ich Sie daran erinnern, dass sie ihre Schuhe doch bitte selber wegräumen und die Jacken aufhängen sollen. Dasselbe mit Trottinett, Velo und Pijama. Es ist, als würden sie nur selbständig funktionieren, wenn ich es ihnen sage. Und das ist dann eben nicht mehr SELBständig, nicht wahr?
So kommt es manchmal, dass ich die «Afrikanische-Kinder-Karte» ziehe. Die taugt nämlich nicht nur für das Aufessen des Brocooliauflaufes, sondern eben manchmal auch, um an das schlechte Konsumgewissen des Kindes zu appellieren (falls es so etwas überhaupt gibt). Also höre ich mich Dinge sagen wie «Die Kinder in Afrika wären froh, hätten sie ein Trotti, dass sie wegräumen müssten!» oder so ähnlich.
Worauf laufen diese Gespräche also hinaus? Dass ich die Hälfte der Zeit doch alles selber mache, einfach weil ich nicht diskutieren mag. Und um auf die Muttersöhnchen zurückzukommen: Fängt so die Problematik des Hotel Mama an? Ziehe ich mir hier Mammoni heran, die unser Haus nie wieder verlassen werden, schliesslich erledigt Mamma alles für sie?
Sehen wir uns doch mal die älteren Kinder im Bekanntenkreis an: Der 25-Järhige, der noch zu hause wohnt, macht selber zwar einiges, seine Freundin, die mittlerweile genauso oft bei seinen Eltern anzutreffen ist, wie er, ist jedoch die, die sich bedienen lässt. Seine Wäsche wäscht er nur selber, wenn Mami in den Ferien ist. Doch sein Auto stellt er selber weg. Immerhin. Wie die Mutter ihn erzogen hat, weiss ich nicht, doch einen Mammone wollte sie bestimmt nicht, genauso wenig wie ich!
Ein anderer junger Mann wiederum ist mit knapp 20 ausgezogen und lebt sein Leben. Nicht etwa, weil es ihm zuhause nicht mehr gefiel, sondern weil er selber für sich sorgen wollte. «Ich freute mich auf diese Freiheit.» wie er mir gestand.
Das dritte Beispiel ist bei Weitem das Abschreckendste: Der mittlerweile 40-Jährige lässt seinen Vater heute noch die Gartenarbeiten erledigen. Dieser ist bald 80! Derweil sitzt Sohnemann auf der Terrasse und trinkt Kaffee...
Was ich daraus folgere? Vielleicht sind meine Kinder einfach noch zu jung, um wirklich selbständig zu sein. Mit drei wollte mein Grosser seine Schuhe auch noch nicht selber binden, mit bald acht Jahren macht er das, ohne mit der Wimper zu zucken. Mit 18 wird er wohl auch seine Wäsche selber zusammenlegen, oder nicht?
Die Kindheit ist nur eine kurze Phase, in der man den Grundstein für später legen kann. Um dann zu sehen, ob man ein Mamititi aufgezogen hat. Oder eben nicht.
von: In Zusammenarbeit mit Kathrin Buholzer am: Freitag, 30.03.2012
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Ruhig und gelassen bleiben, in normalem Ton mit den Kindern reden. Nach einem stressigen Tag ist das nicht immer einfach. elternplanet.ch gibt Anregungen und Tipps.
Geduld und Verständnis haben, zuhören und Krisen mit Gelassenheit und Humor meistern. So steht es im Lehrbuch, so sollte es eigentlich auch sein. Wer selber Kinder hat, mit Kindern zu tun hat oder jüngere Geschwister hat weiss, dass es manchmal echt schwierig sein kann 100% ruhig und gelassen zu bleiben. Mir geht das nicht anders. Genauso einen stressigen, lauten und anstrengenden Tag habe ich heute erlebt. Was passiert ist und wie wir den Tag doch noch gerettet haben seht ihr in diesem Video.
von: In Zusammenarbeit mit Kathrin Buholzer am: Freitag, 16.03.2012
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Für viele Eltern ist das Baden ihrer Kleinen der reinste Horror. elternplanet.ch gibt Anregungen und Tipps.
Baden macht Spass und entspannt! Viele Eltern erleben aber genau das Gegenteil. Genörgel oder oft sogar ein riesiges Geschrei. Das kleinste Tröpfchen Wasser löst bei den Kindern schon eine Krise aus, an Haare waschen ist gar nicht erst zu denken. Da hilft nur der Würgegriff - ganz nach dem Motto: Augen zu und durch! Ein paar Tipps, wie man Kindern die Angst vor dem Wasser nehmen kann und ein paar Spielideen für die Badewanne für alle Wasserratten und solche die es noch werden wollen.
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