Eine französische Lösung für gestresste Väter

von: clack.ch am: Montag, 19.03.2012
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Mit einem 10-Punkte Programm sollen französische Unternehmen ihren gestressten Mitarbeitern mit Familie entgegenkommen. Haben die Franzosen am Ende gar die Lösung?

Die Vaterschaft verändert sich. Jetzt sind die Unternehmen dran. (Bild: © iStockphoto)

Obwohl immer wieder als Vorbild genannt, kennt auch Frankreich grosse Defizite in der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Vor allem in Bezug auf die Work/Life Balance hapert es auch bei unseren französischen Nachbarn offenbar massiv. Gemäss eines Familienpanels sind Frankreichs Väter/Männer zu wenig in den familiären Alltag involviert, viele haben deswegen ein schlechtes Gewissen und die, die etwas tun, fühlen sich zu wenig wertgeschätzt.

Nun hat das 2008 eröffnete Observatoire de la parentalité en entreprise (Observatorium der Elternschaft in Unternehmen) ein Zehn-Punkte-Programm lanciert, welches das Problem lösen soll. Sind die ersten sechs Lösungsvorschläge vor allem den Männern gewidmet, so zielen die letzten vier darauf hin, eine menschlichere Unternehmenskultur zu fördern.

1.  Lancierung einer Kommunikationskampagne über Männer, die sich in der Familie einbringen, um Stereotypisierungen abzuschaffen.

2.  Einführung eines «Vater-Donnerstags», an dem diese das Büro spätestens um 18.00 Uhr verlassen müssen. Das Ziel ist es, die Kultur der Präsenzzeit zu verändern. Auch in Frankreich sind es meist die Mütter, die ihre Kinder aus der Kita abholen, während die Väter networken und ihre Karriere vorantreiben.

3.  Kreation eines «Familientags» im Unternehmen. (Was dieser genau beinhaltet, sagt das Programm leider nicht.)

4.  Einen Monat Vaterschaftsurlaub gewähren.

5.  Schaffung einer neuen Form des Elternurlaubs mit einer Sperrfrist, die nicht von Mutter auf Vater oder umgekehrt übertragen werden kann.

6.  Die Begleitung von Vätern vor der Geburt inkl. Vorbereitungskursen, für welche die Absenzen während der Arbeitszeit genehmigt werden. (In Frankreich dürfen Mütter bereits heute während der Arbeitszeit an solchen Kursen teilnehmen.)

7.  Das «Home Office» ermöglichen und fördern.

8.  Sogenannte «Bio-Manager» fördern. Das Kader soll weitgehend dazu ausgebildet werden, «menschlicher» zu managen, vor allem in Bezug auf die Präsenzzeit.

9.  Infolgedessen soll eine Art Lizenz ausgestellt werden, welche dieses menschliche Management ausweist und die bei Nichtbefolgung auch Sanktionen vorsieht.

10.  Die Kreation eines «Labels» für HR und Management, um die Erkennung der Unternehmen vereinfachen, welche den menschlichen Aspekt am Arbeitsplatz respektieren.

Diese Charta wurde seit Februar von 359 Unternehmen unterzeichnet. Darunter befinden sich Grössen wie die Allianz Versicherung, der Stromlieferant EDF und der TV-Sender Canal+, aber auch kleinere KMUs.

Die Zukunft wird zeigen, ob Frankreich die Lösung hat. Oder ob es bei der freiwilligen Unterschrift gewisser avantgardistischer Unternehmen bleibt.

www.clack.ch

Best of Väter

von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Donnerstag, 08.03.2012
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Über Väter wurde schon vieles gesagt. Unsere Lieblinge lesen Sie hier.

«Als Vater war ich immer nur Reserve.» Szene aus «The Descendents» (2011)

In den Sportferien hatte ich das grosse Vergnügen «The Descendants» zu lesen. Genau, das Buch, dass dem Oscar-nominierten Film mit George Clooney als Vorlage diente. Diese Geschichte über einen Vater (Clooney, gemäss Kritikern in seiner «uncoolsten» Rolle überhaupt) und seine zwei Töchter, die er erst wirklich kennenlernt, als die Mutter nach einem Umfall im Koma liegt und er ihren Liebhaber auftreiben will, damit dieser Abschied nehmen kann. Ganz toll, wärmstens zu empfehlen, das Buch. Den Film habe ich noch nicht gesehen, werde ich mir aber mit Sicherheit ebengalls antun.

Es ist eine rührende Geschichte, die den Leser zu tränen rührt und im nächsten Moment zum lachen bringt, hervorragend geschrieben. Mitunter manchmal auch nervenzehrend, wenn man diesem Vater zuhören muss, der sich darüber beklagt, dass seine Töchter so «komisch» sind. Denn er hat schlichtweg keine Ahnung. Weder von Frauen im Allgemeinen, noch von Mädchen im Besonderen und von der Liebe noch weniger. Meint man anfangs. Doch im Verlaufe dieser Suche nach dem Liebhaber – von dem er erst erfährt, als er schon nicht mehr mit seiner Frau darüber sprechen kann – merkt man, dass er trotz der Abwesenheit des zuviel arbeitenden Vaters eben doch einer ist, der seinen Töchtern nur das Beste geben wollte. Und jetzt erst recht will. 

Väter. So viel wird heute über sie geschrieben, darüber, ob sie genug für die Familie tun, die Hälfte des Haushaltes übernehmen, ihre Work-Life-Balance. Über Väter auf dem Spielplatz, mit Kinderwagen und Tragetuch, fütternd, badend, fussballspielend... Doch dies ist kein neues Phänomen. Wer glaubt, Väter hätten früher einfach am Rande der innigen Mutter-Kind-Beziehung gestanden und nur gerade die Brötchen verdient, die/der irrt. Väter haben schon immer sowohl die Gesellschaft, wie auch die Literatur beschäftigt.

„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein, dagegen sehr.“ Dies ist wohl das bekannteste Zitat über die Rolle des Vaters, und Wilhelm Busch hat auch 2012 damit Recht. Doch nicht nur er machte sich den Vater zum Thema, viele Persönlichkeiten haben sich schon Gedanken über ihre Väter oder ihre Vaterrolle gemacht. Die Aussagen reichen von schön über lustig bis hin zu zynisch, auf jeden Fall sind sie immer wahr. Hier unsere Lieblinge:

«Das ist ein weiser Vater, der sein eigenes Kind kennt.» William Shakespeare

«Es ist bewundernswert für einen Mann, seinen Sohn zum Angeln mitzunehmen. Doch es gibt einen besonderen Platz im Himmel für den Vater, der mit seiner Tochter shoppen geht.
John Sinor (Amerikanischer Kolumnist)

«Ein Vater lernt schnell, dass ein Kind mit Sicherheit ins Badezimmer muss, wenn er auch gerade drin ist. Die einzige Möglichkeit, sich seine Privatsphäre zu sichern, ist das Rasieren an der Tankstelle.»
Bill Cosby

«Väter kriegen keine Orden, doch wenn deine Tochter Stripperin ist, hast du echt versagt!»
Chris Rock

«Was immer du bist, sei ein guter (Vater).»
Abraham Lincoln

«Es gibt sicherlich viele Väter, die die grausamste, vernichtendste Abweisung schon erleben mussten: Wenn die Kinder die falsche (Fussball-)Mannschaft unterstützen
Nick Hornby

«Als Vater war ich immer nur auf der Reservebank. Sozusagen die Zweitbesetzung»
George Clooney als Matt King in «The Descendents»

Und noch einer, der von Väter und Männer gern zitiert wird:

«Ein Mann, der keine Zeit mit seiner Familie verbringt, ist kein echter Mann.»
Marlon Brando als Don Corleone in «Der Pate»

Kennen Sie weitere Zitate über Väter? Und Mütter? Die haben wir natürlich nicht vergessen. Demnächst auf diesem Blog: Best of Mütter.

Elterngeld funktioniert eben doch

von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Montag, 27.02.2012
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Deutsche Mütter können dank Elterngeld früher wieder in den Beruf einsteigen, das Haushaltseinkommen steigt und die Väter sind präsenter.

Mehr Zeit für das Kind. Mehr Zeit für den Wiedereinstieg.

Vaterschaftsurlaub ist in der Schweiz noch immer vom Good Will des jeweiligen Unternehmens abhängig. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein einziger Tag nach Geburt des Kindes. Deutschland hingegen hat vor fünf Jahren die Elternzeit eingeführt mit dem Erfolg, dass Mütter ihre Babypausen verkürzen, Väter ihre Kinder vermehrt betreuen und das durchschnittliche Einkommen erhöht werden konnte, wie eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung jetzt deutlich macht.

Das Elterngeld wird an Mütter und Väter während 14 Monaten nach der Geburt ausbezahlt, sofern sie mit der Arbeit aussetzen. Der monatliche Betrag orientiert sich am bisherigen Einkommen und ist nach oben und unten plafoniert. Vor allem aber haben Eltern einen Anspruch auf Erhalt des Arbeitsplatzes während der Elternzeit.

Den grössten Erfolg feiert die Einführung des Elterngeldes auf jeden Fall mit den berufstätigen Müttern, da die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Erwerbstätigkeit nach einem Jahr wieder aufnähmen «signifikant» gestiegen sei. Doch natürlich hat auch der ganze Jubel einen Haken. Solange nicht genügend Krippenplätze zur Verfügung stehen, nützt alles Elterngeld nichts. Die Erwerbsbeteiligung von Müttern kann nur gesichert werden, wenn sie einen Betreuungsplatz für ihre Kinder haben. Doch auch hier schafft Deutschland bald Abhilfe: Ab 2013 werden Familien einen gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz haben.

Die Schweiz hinkt zwar noch etwas hinterher, doch zeigt die Finanzhilfe des Bundes Wirkung, unterstützte sie in den letzten neun Jahren doch die Schaffung von 35'600 Betreuungsplätzen, wie das Bundesamt für Sozialversicherungen diese Woche mitteilte. Das Angebot wurde damit um 70 Prozent erhöht, was natürlich beachtlich ist. Doch damit ist es eben noch nicht getan, der berufliche Wiedereinstieg der Mütter ist in der Schweiz weiterhin ein Problem, das sehr bald gelöst werden muss. Ob Vaterschaftsurlaub oder Elternzeit nach deutschen Vorbild, in der Schweiz dauert eben immer alles etwas länger...

Menschen im Babywahn

von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Donnerstag, 26.01.2012
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Frischgebackene Eltern haben nur ein Thema: Ihr Baby. Und das kann mitunter nerven.

Wohl der einzige Vater, der mit Babytrage cool aussieht: Brad Pitt mit Kindern.

Vor kurzem waren wir zum Abendessen eingeladen. Bei Menschen mit Kindern. Doch nicht alle Anwesenden hatten Nachwuchs, ein einziger, im Laufe des Abends wahrscheinlich auch einsamer Junggeselle war auch dabei. Der Bruder der Nachbarin der Gastgeberin, oder so ähnlich. Egal, auf jeden Fall sass ich neben ihm und bekam so mit, was dieser Abend für ihn bedeuten musste. Mein Gefühl sagte mir, dass er sich so vorkam wie ich damals, als ich inmitten Drogen einwerfender Beinahe-Männer sass, die überhaupt nicht verstehen wollten, wieso mich die Beschreibungen ihrer Halluzinationen so gar nicht interessierten.

Besagtem Junggesellen wurden keine Rauschzustände beschrieben, aber ein ähnlicher Wahnsinn: Babies. Denn frischgebackene Eltern sind auch auf Drogen, Babextasy. Eine Art Wahn. Mit entsprechenden Vorstellungen, wie beispielsweise, dass sie die ersten und einzigen mit Baby sind. Weshalb sie einem ja alles darüber – wirklich ALLES – erzählen müssen. 

Natürlich gehörte ich damals, als Frischgebackene, auch zu dieser Spezies. Mein Sohn war viel Süsser als alle anderen und seine Fortschritte faszinierten mich derart, dass ich alle damit belästigte. Doch heute sind die Kinder grösser und mir ist klar, dass sie genauso süss und klug sind wie die meisten anderen auch. Deshalb möchte ich jungen (oder werdenden) Eltern eine Liste mitgeben, mit den Dingen, die kinderlose Menschen nerven, damit sie gewisse Aussagen vielleicht in Zukunft vermeiden: 

  • Öffentliches Wickeln, bspw. am Nebentisch oder auf der Parkbank.
  • Väter mit Tragetüchern.
  • Das Profilfoto mit einem Babyfoto ersetzen.
  • Baby-Esoterik (Rosenquarz im Kinderzimmer etc.).
  • Gespräche über Stoffwindeln (und deren Inhalt), Muttermilch, Dammriss und Impfdebatte.
  • Väter, die ihr Kind der Mutter in die Arme drücken, sobald es darum geht, es zu füttern/wickeln/beruhigen.
  • Das Baby immer dabei haben müssen bzw. nur noch zuhause verabreden.
  • Fishing for compliments für das Baby, und dies meist nicht sehr diskret.
  • Eltern, die ihren Kleinen einen Sitzplatz überlassen, obwohl das Tram berstend voll ist.
  • Reinlichkeitswahn (Nuggi sterilisieren, Schuhe ausziehen).
  • Babysprache!

Und weil Eltern so viel über ihr Kind reden, hier ein paar Sätze, die Sie vermeiden sollten:

  • «Finn macht gerade eine total anhängliche Phase durch», denn diese Phase wird 18 Jahre andauern, wenn Sie nicht aufpassen!
  • «Können wir bitte um 18.00 Uhr essen, Eusebia braucht ihren festen Rhythmus.» Als ob das Baby mit Ihnen am Tisch sitzen müsste, während es seinen Brei schlürft...
  • «Ein Leben ohne Kinder können wir uns gar nicht mehr vorstellen». Das kommt schon wieder, keine Angst!
  • «Er isst jetzt Rüeblibrei, aber ich stille gleichzeitig noch.» Im Ernst, wen interessiert’s?
  • «Er macht Riesen-Gaggis, sag’ ich dir!» Siehe oben.
  • «Er ist sehr neugierig.» Und deshalb muss er auf mein iPhone sabbern?
  • «Halt doch bitte mal den Kleinen, während ich auf’s Klo gehe.» Nicht alle finden es toll, ein Baby im Arm zu haben, also erst abklären.
  • «Das wirst du schon noch verstehen, wenn du mal Kinder hast.» Der nervigste Satz aller Zeiten. Und wenn die Kinder dann da sind, denkt man GENAU DAS!

Den oben erwähnten Junggesellen habe ich übrigens gefragt, was er von all dem Babywahnsinn hält, er meinte nur: «Nach 10 Minuten habe ich aufgehört zuzuhören. Ach ja, und ich muss jetzt los, bin noch verabredet.»

Habe ich etwas vergessen? Was hat Sie damals gestört, als Sie noch keine Kinder hatten?

Von Ex-Männern und Stiefmüttern

von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Montag, 16.01.2012
Tags: ScheidungTippsTrennung

Scheiden tut weh. Was Sie dabei erwartet, wenn jemand Neues die Bühne betritt.

Trennung Paradis/Depp: Wir hätten da ein paar Tipps.

Als wir heirateten, zögerte praktisch niemand in unserem Umfeld, uns Tipps zu geben, wie es klappen wird. Vom Hochzeitsfest, über Kindererziehung, bis hin zu Ferienzielen, alles wurde kommentiert und immer wusste jemand einen Rat. 

Nun klappen statistisch gesehen die Hälfte der Ehen nicht. Man trennt sich, lässt sich scheiden und was tun Freunde und Bekannte? Sie beteuern, es tue ihnen leid, laden einen zum Essen ein und fragen (immer seltener), wie es einem geht. Doch wirklichen Rat, wie man sich verhalten soll oder was man zu erwarten hat, will keiner haben. Gerne geben wir Ihnen die Tipps von Judy Silk, Bloggerin bei der Huffington Post weiter. Was Sie nach der Scheidung erwartet, vor allem, wenn neue Partner die Bühne betreten: 

1.  Erwarten Sie nichts mehr von Ihrem Partner: Ist die Scheidung über die Bühne, wird er Interesse mehr an ihnen zeigen und weiterziehen. Die Chancen für Sex stehen schlecht, also wird er auch nicht besonders zuvorkommend sein.

2.  Weniger Sorgerecht = mehr Energie: Logisch, nicht? Wer die Kinder weniger bei sich hat, hat mehr Energie für sie – und anderes. Vor allem wenn er/sie weiss, dass sie nach 48 Stunden wieder weg sind.

3.  Des Verlassers Schuldfaktor: Wer verlässt, wird weniger Mühe mit dem neuen Partner des anderen haben. Die neue Liebe des Verlassers wird hingegen immer ein Dorn im Auge des Verlassenen sein.

4.  Daddy soll glücklich sein: Egal ob Söhne oder Töchter, sie werden immer hoffen, Daddy sei jetzt glücklich, während Mami einfach weitermacht wie bisher. Wieso das so ist, weiss niemand.

5.  Die Neue wird über Sie urteilen: Über Ihre Art, wie Sie Ihren Ex behandelt haben, über Ihre Frisur bis hin zu Ihrem Erziehungsstil. Lassen Sie’s gut sein, den Kindern zuliebe.

6.  Ein neuer Partner ersetzt den Vater nicht: Patchwork hin oder her, sofern keine Misshandlungen stattfanden und die Kinder ihren biologischen Vater lieben, wird ein neuer Partner kein Ersatz sein. Egal, wie sehr Sie es sich wünschen.

7.  Die Ex-Familie wird über Sie urteilen: Egal, ob Sie verlassen wurden oder verlassen haben, Ihre Ex-Familie wird die Trennung kaum goutieren. Ignorieren, freundlich bleiben. Es ist auch die Familie Ihrer Kinder.

8.  Kinder sind keine Fans von Patchwork: Es können sich Freundschaften zwischen Ihren und den Kindern Ihres Partners bilden. Oder auch nicht. Versuchen Sie, das Ganze aus der kindlichen Perspektive zu sehen, erzwingen kann man «Geschwisterliebe» auf keinen Fall.

9.  Familienfestlichkeiten: Es wird immer wieder Zeiten geben, bei denen sich Ex und Neue treffen müssen, Diplomfeiern, Fussballspiele, Theateraufführungen, Beerdigungen. Am besten tun Sie so, als kämen sie gut miteinander aus. Denken Sie an die Kinder und ignorieren Sie Ihren Ex, der sein neues Glück auf einem Tablett vor sich rumträgt.

So, nun sind Sie gewappnet für alles, was bei einer Scheidung auf Sie zukommt. Sofern sich weder Vater noch Mutter besonders schwierig anstellen. Oder was meinen Sie?

Vorsätze 2012: Weniger Stress.

Überstundenabbau

von: Nathalie Sassine am: Freitag, 06.01.2012
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Männer tun im Haushalt noch weniger als vor drei Jahren. Das sollten wir Frauen auch.

Männer bei der Hausarbeit. Ein seltenes Bild.

OMG, wie konnte es nur so weit kommen? Männer machen heute noch weniger im Haushalt als vor ein paar Jahren! Ui nai! Das Staunen über die neue Hausarbeitsstudie des Bundesamtes für Statistik ist gross, die Empörung vielleicht noch grösser. Jetzt geben wir uns doch alle Mühe, die Geschlechterrollen aufzubrechen und dann so was! Männer arbeiteten 2010 zehn Prozent weniger im Haushalt als noch drei Jahre zuvor. Das macht 16 Stunden wöchentlich!

Tja, nicht jede hat einen Bänz Friedli zu hause. Doch immer, wenn ich solche Statistiken lese, wundere ich mich, wie viel generell offenbar im Haushalt gearbeitet wird. Mir war nicht einmal bewusst, dass ich überhaupt auf 16 Stunden fegen, kochen und Fudi putzen aufwende. Doch gemäss dieser Studie verbringen wir Frauen mit Kindern von 0 bis 6 Jahren durchschnittlich 56 Stunden mit Hausarbeit in der Woche!!! So viel habe ich nicht einmal zu meinen anstrengendsten Zeiten in einem internationalen Informatik-Konzern gearbeitet! Natürlich ist das ein Durchschnitt, aber auch wenn ich, sagen wir mal, nur die Hälfte davon in die Hausarbeit stecke, sind das ja immer noch 28 Stunden pro Woche. Für eine normale Arbeitswoche dürfte ich entsprechend eigentlich nur noch 12 Stunden erwerbstätig sein. Bin ich aber nicht. Sondern eben ca. 20 Stunden. Das geht irgendwie nicht auf, richtig?

Schuld daran ist – wie alles zur Zeit – die Wirtschaftskrise. „Die Anforderungen an die Männer sind gestiegen.“ so Karin Schwitter vom basler Zentrum Gender Studies in der letzten Sonntagszeitung. „Sie müssen mehr arbeiten und mehr leisten.“ Interessant. Und wir Frauen arbeiten ausschliesslich in Unternehmen, die von der Krise nicht betroffen sind, nicht wahr?

Ist es nicht faszinierend, wie unterschiedlich nach wie vor die Arbeitsaufteilung in den Köpfen ist? Natürlich sind 88% der Väter vollzeiterwerbstätig und somit für den Familienunterhalt zuständig, wogegen lediglich 16 von hundert Mütter ihre Familie ernähren. Doch auch Teilzeitarbeit ist gefährdet, mehr denn je! Also müssen doch auch Mütter mehr arbeiten und mehr leisten, oder etwa nicht?

Trotzdem muss ich gestehen, dass ich die Studie vollkommen nachvollziehen kann und sie mich in keinster Weise empört. Denn einerseits ist es meines Erachtens nur logisch, dass ich als Teilzeit-Arbeitende, im Haus mehr erledige, ich sehe den Dreck ja viel öfter und im Zweifelsfall produziere ich auch mehr davon. (Den meisten Dreck produzieren sowieso die Kinder, aber das ist ein anderes Thema.) Das ist kein veraltetes Rollendenken, wie Julia Onken in derselben Sonntagszeitung behauptet, sondern modernes Praxisdenken. Ausserdem müssen wir einfach gestehen, dass wir selbst schuld sind, wenn wir im Ernst denken, unser Haus könne trotz Kleinkindern länger als 17 einhalb Minuten sauber bleiben, es jeden Tag staubsaugen und zweimal täglich saisonal bio kochen müssen. Ich habe nämlich den Verdacht, dass wir Mütter uns das Leben nicht selten selber schwer machen mit der Hausarbeit. Oder wer von Ihnen hat sich nicht schon über den eigenen Mann aufgeregt, der zwar gekocht hat, jedoch danach eine Küche hinterliess, die an den Tahrir-Platz nach der Revolution erinnerte? 

Und das ist mein zweiter Punkt, wieso ich diese Studie als nicht besonderns schockierend empfinde: Die meisten Frauen, die ich kenne, argumentieren nämlich damit, dass ihre Männer den Haushalt sowieso nicht so erledigen wie sie, weshalb Frau es dann doch lieber selber macht.

56 Stunden pro Woche? Ich plädiere ganz einfach für weniger Hausarbeit. Somit wäre allen gedient. Ausser dem Bänz. Der kann nämlich nicht anders.

Bänz Friedli ist übrigens mit seinem neuen Buch "Wenn die mich nicht hätten" on tour.

 

Vorsätze 2012: Cool bleiben.

Die Killerfrage

von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Mittwoch, 04.01.2012
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Eine frisch gebackene Mutter fragt man nicht, was sie heute getan hat. Nie.

Der Monsieur und ich pflegten gleich nach der Geburt unserer Kinder die klassische Rollenaufteilung: Er verdiente die Brötchen, ich kümmerte mich um Kind und Küche. Ich hatte mich sehr auf diese Zeit gefreut, alleine zu Hause mit meinem Baby, ein bisschen Haushalt, gemütliche Spaziergänge und g a a a n z viel schmusen ... Worauf ich gar nicht vorbereitet war, ist das Phänomen, dass die Tage mit einem Säugling viel kürzer sind als vorher. In den zwei Stunden, in denen ich früher die gesamte Wohnung gestaubsaugt, die Böden gewischt, Küche und Badezimmer geputzt und sogar zwei Zigarettenpausen eingelegt hatte, schaffte ich als frisch gebackene Mutter gerade mal Folgendes: den Staubsauger aus dem Putzschrank zu holen. Der lag dann den halben Tag da, um mich daran zu erinnern, was ich morgens eigentlich vorgehabt hatte. Irgendwie kam dauernd etwas dazwischen: eine volle Windel, ein hungriges Baby, ein nasser Body oder die Freundin, bei der ich mich rechtfertigen musste, wieso ich so selten anrief.

Was passiert mit der Zeit, wenn man einen Säugling zu Hause hat? Gibt es wie in MOMO graue Männer, die einem die Stunden stehlen? Die Tage gingen vorüber wie im Flug. Kein Putzen, keine Wäsche, keine Spaziergänge, nur wenig Schmusen. Wenn ich wirklich einmal aus dem Haus musste (was ich oft bewusst vermied, weil es mir zu kompliziert war), dann schaffte ich das selten vor Mittag — oder ich verschob den Termin gleich ganz, weil Emma zum geplanten Zeitpunkt schlief und man ein Baby bekanntlich nie wecken sollte. (Ich bin ja nicht blöd!)

Erschwerend kommt hinzu, dass jeder, der schon ältere Kinder hat, einem nahe- legt, man solle diese Zeit geniessen, sie gehe so schnell vorbei. Ja, wie denn bitte schön? Und was gibt es da denn genau zu geniessen? Das endlose Stillen? (Ein Baby trinkt anfangs alle zwei bis drei Stunden, Dauer: mindestens dreissig Minuten. Schon die Nahrungsaufnahme des neuen Erdenbürgers kostet einen demnach bis zu sechs Stunden pro Tag!) Hinzu kommen rund anderthalb Stunden Wickeln und durchschnittlich eine halbe Stunde Spazierengehen (in meinem Fall nur bei trockenem Wetter und angenehmen Temperaturen). Fazit: Bei der nur rudimentären Säuglingsbetreuung gehen täglich bereits acht Stunden drauf! Ein Arbeitstag, sozusagen. 
 

Entsprechend gross war der Frust, wenn der brötchenverdienende, krawattierte und immer noch gut riechende Monsieur abends nach Hause kam und mich (noch im Pyjama, ungewaschen und mit Babykotze auf der Schulter) fragte: „Na, was hast du heute gemacht?“ „Nicht viel, aber in einer Minute werde ich dich erwürgen!“, lag als Antwort nicht drin. Das war auch mir klar. Nach einem langen Tag, an dem ich nichts Offensichtliches geschafft hatte, streute solch eine — wenn auch gut gemeinte — Frage jedoch Salz in die Wunde. Jede Erklärung, wieso der Staubsauger seit zwei Tagen im Korridor liegt und du aussiehst als kämst du gerade aus dem Bett, ist müssig. Sie wird immer nach Rechtfertigung klingen. Und ich hatte die klassische Rollenverteilung nicht gewählt, um mich dann rechtfertigen zu müssen! Also erfand ich lange Spaziergänge, angefangene Artikel oder unerwarteten Besuch, für den ich noch schnell ein Mittagessen gezaubert hatte.

An dieser Stelle ein Aufruf an alle frischgebackenen Väter: Bitte fragt eure Frauen nicht, was sie den ganzen Tag getan haben. Begnügt euch mit einer Umarmung und einem Kompliment über ihr Aussehen — auch wenn’s im Zweifelsfall ein falsches ist. Vielleicht ist das das Geheimrezept für ein harmonisches Miteinander in den ersten paar Monaten mit einem Säugling: Papa und Mama müssen sich gegenseitig anlügen, damit alle über die Runden kommen.

Der abgedruckte Text stammt aus Nathalie Sassine-Hauptmanns eben erschienenen Buch: «Rabenmutter. Die ganze Wahrheit über's Mutterwerden und Muttersein». Weitere Infos zu Person und Buch unter www.rabenmutter.ch

 

«Ich habe nichts mehr zu sagen»

von: Andrea Strahm am: Mittwoch, 28.12.2011
Tags: AdieuAndreaBilanzBlogbeitragKinderletzterStrahm

Andrea Strahm sagt Adieu. Und die Töchter ziehen Bilanz über ihre Erziehung.

Stolze Mama mit ihren Töchtern: Melina, Andrea und Livia.

Meine Jüngste wird im Januar volljährig, die Älteste wird es dann seit drei Jahren sein. Kurzum, ich habe in Bälde nichts mehr zu sagen. Rein. Gar. Nichts. Auch Ihnen, liebe Leser und Leserinnen, nicht, denn wo soll ich auch ein Thema hernehmen, mit zwei so wahnsinnig erwachsenen Kindern? Drum fragen wir sie doch zum Abschluss selber, was gut war in ihrer Erziehung und was nicht.

Die Erste, die ich erwische, ist Livia, die Jüngere. Meine in anständigem, mütterlich-liebevollem Ton gestellte Frage beantwortete sie mit einem Wortschwall, der mich vom Barhocker wirft. Wir haben nämlich Barhocker in der Küche, und darauf sitzen wir, nur so nebenher. Und der Schwall, der nun über mich wabbert, tönt in stark gekürzter Fassung etwa so:

Also Deine totale Überbehütung, das ist das Letzte, und zwar in jeder Hinsicht – Ausgang nur bis zum letzten Tram, ich darf nicht Velo fahren nachts und wenn’s regnet. Du hast total Probleme mit Loslassen, jetzt aber echt! 

Ok, ok, sie hat PPP, oder PP. Das ist Philosophie und/oder Psychologie und Pädagogik und ein Fach in der Schule und seither ist sie voll auf dem psychologischen Trip. Und sie hat ja nicht Unrecht, ich BIN eine Gluckhenne. Drum sind die beiden ja so gut herausgekommen.

Und es war total nervig, dass wir so selten Freunde zum Übernachten bringen oder mit in die Ferien nehmen durften, weil sich Papi immer gestört gefühlt hat, und dass Du relativ wenig mit uns gemacht hast. Dir war häufig schlecht oder Du hattest Migräne.

Na, wer reklamiert denn am meisten, wenn der Freund der Schwester mal etwas öfter als sonst hier übernachtet? Klein-Livia. Und mir WAR häufig schlecht und ich HATTE Kopfweh. Sie selber später auch, und da gingen wir zum Arzt, und der stellte fest, dass wir beide Laktose- und Fruktoseintoleranz haben. Und seitdem ich diese blöde Diät mache, bin ich TOPFIT.  

Also ich find’s super gut, dass Ihr erreicht habt, dass wir nicht rauchen, kiffen, Alk trinken – wie habt Ihr das gemacht?

GEMACHT? Na, gar nicht, ehrlich gesagt. Natürlich haben wir gemahnt, wie alle Eltern auch. Und wir Eltern sind weder die Kiffertypen noch rauchen wir. Ich trinke Wein und Bier, der Papi nichts als Wasser (immerhin mit Kohlensäure). Es gibt Kinder von Rauchern, die nicht rauchen, wie beispielsweise mich, und umgekehrt, wie bei ihnen. Pures Glück. 

Und dass wir in die Pfadi gingen, ins Boxen, in die Klavierstunde, da bin ich froh, dass wir das durften. 

Interessant, was so jungen Frauen wichtig erscheint. Und da kommt auch schon Melina, die ältere der beiden, mit ihren 21 Jahren ruhiger und erwachsener. Ausnahmen bestätigen die Regel. Vor allem bei ihr. 

Ich fand es schlimm, dass Ihr Euch oft nicht einig wart. Der Papi hat häufig was anderes gesagt als Du. Es war gut, als wir dann mal entschieden, dass das gilt, was der Erste sagt, der sich dazu äussert. Aber da war ich auch schon zwölf.

Asche auf unser Haupt, das stimmt. Aber daran war (natürlich…) der Kindsvater schuld, der immer darunter gelitten hatte, seine Eltern als Front zu erleben. Also schlug er sich stets auf die Seite der Kinder und wir hatten Zoff. Dauerte das wirklich bis Melina zwölf war? Zu dumm.

Und Du kamst nie mit ins Schwimmbad.

Ich sehe ja nichts ohne Brille! Wirklich unglaublich lustig, mit kleinen Kindern im Schwimmbad. Entweder man schwimmt und sieht a) nichts, weil die Brille beschlagen ist, oder b) nichts, weil man keine Brille anhat. Also sass ich schlotternd draussen am Schwimmbadrand und versuchte im Gewimmel und Gekreische potentiell ertrinkende Kinder auszumachen. Höchst entspannend, das.

Ihr habt uns immer gleich behandelt, keine bevorzugt, das ist super. Und uns einbezogen, wir durften mitreden. Ich fühlte mich immer ernst genommen.

Wow, da kriege ich aber umgehend einen ganz geraden Rücken! Sollte mein Chiropraktor sehen. Das hat sie wirklich gesagt, die Melina. Also wage ich die Frage, ob sie wie ihre Schwester auch findet, wir seien zu streng gewesen. Nein, findet sie nicht. Ich sei nun halt einmal ängstlich. 

Wir wissen ja, wie Du erzogen wurdest…

Herr, Du meine Güte! Hat die an der Uni nun auch PPP? Ich fühle mich psychisch wie im MRI, und das vor den Töchtern, wo ich doch die Autoritätsperson par excellence sein müsste.

Aber Mamilein, das warst Du eh nie!

Ich bin vernichtet, und es ist ihr so lang wie breit, der blonde Rossschwanz wippt, und schon ist sie weg, der Freund ruft, und die Kleine hat eh schon lange wieder Stöpsel in den Ohren und schaut auf dem Laptop Dr. House beim Differenzialdiagnosestellen zu.

Wie gesagt, ich habe nichts mehr zu sagen. Rein. Gar. Nichts. Mehr. Wunderbar.


An dieser Stelle möchte wir Andrea herzlich für Ihre ehrlichen, witzigen und durchaus lehrreichen Texte danken und wünschen Ihr für die Zukunft alles Gute. 

Willst du ein Kind?

von: Nathalie Sassine am: Dienstag, 27.12.2011
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Wann ist der richtige Zeitpunkt dafür? Ein paar Hinweise.

Werden wir trotz Kind was zu lachen haben?

Über den richtigen Zeitpunkt, um Kindern zu kriegen, haben viele von uns nachgedacht, abgewogen und meist ist es dann doch einfach passiert. „Drauf ankommen lassen“ nannten wir es. 

Ich fand es also umso interessanter, als das NEON letzte Woche titelte „Willst du Kinder?“ und ein Paar seine Überlegungen zum Thema schilderte. 

Spannend daran waren nicht nur die Gedankengänge (bei ihr war es erwartungsgemäss die biologische Uhr, die rational nicht nachvollziehbar ist), sondern die Tatsache, dass es der Mann war, der die eigentlich relevaten Fragen stellte. Den Katalog, den er sich anlegte, um zu eruieren, ob er Kinder wollte und auch dazu bereit war, sah wie folgt aus (er stellte sich die Fragen zwar erst NACH Ansicht der zwei Striche auf dem Test, gut sind sie allemal):

-    Wird das Kind genug zu Essen haben?
-    Und warme Klamotten?
-    Sind seine Eltern drogenabhängig?
-    Oder verrückt?
-    Wird das Kind – Stand jetzt – etwas erben?
-    Wird es eine Privatschule besuchen können?
-    Will ich, dass es eine Privatschule besucht?
-    Kann ich dem Kind erklären, was falsch und was richtig ist?
-    Wird es geliebt werden?
 

Wenn man sich fragt, ob man Kinder will, geht es ja nicht nur um eben dieses. Das eigene Leben wird schliesslich auf den Kopf gestellt. So hat der Autor auch Fragen zu seinem eigenen Leben:

-    Finde ich meine Freundin noch attraktiv, wenn sie mehr Kugel als Frau ist?
-    Kann ich mir vorstellen, mit dieser Frau auch noch in 50 Jahren zusammen zu sein?
-    Kann ich mir eine bessere Mutter für mein Kind denken?
-    Will ich mit anderen Frauen schlafen?
-    Will ich mit anderen Frauen schlafen, wenn sie nach Brei riecht und       stumpfes Haar hat?
-    Wirklich nicht?
-    Kann es sein, dass wir uns aus heute unbekannten Gründen irgendwann trennen?
-    Sind wir dann immer noch die bestmöglichen Eltern?
-    Haben wir grossartige, hilfsbereite Familien?
-    Werde ich überfordert sein?
-    Wird meine Freundin überfordert sein?
-    Werden wir über uns lachen
-    Werde ich beruflich zurücktreten können?
-    Werde ich noch ab und zu völlig dicht im Sonnenaufgang nach Hause kommen können?
-    Klingt es schlimm, mitten in der Nacht aufstehen zu müssen?
-    Gibt es Dinge, die ich mit Kind nicht machen kann?
-    Ehrlich?
-    Kann das Kind reisen?
-    Ist die Welt, in die das Kind hineingeboren wird, eine schlechte?
-    Bin ich mit meinem eigenen Leben manchmal überfordert? 
-    Kann ich sagen, was in zwei Jahren ist?
-    Werden wir es hinkriegen?

Ganz schön viele Fragen, nicht? Es geht dem Autor, Patrick Bauer, übrigens in seinem Text nicht darum, alle Fragen mit Ja beantworten zu können. Vielmehr schildert er, welche Themen auf einen zukommen und welche Wichtigkeit man ihnen einordnet. Die Beantwortung ist dann jedem selbst überlassen.

Sollten Sie also jüngere Paare kennen, die sich fragen, ob nun der richtige Zeitpunkt für Kinder wäre, schlagen Sie ihnen diesen Fragenkatalog vor, hilft’s nichts, schadet’s bestimmt auch nicht.

Partnerwahl Part two

von: Nathalie Sassine-Hauptmann am: Dienstag, 20.12.2011
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Auch Mrs. Right ist nicht einfach zu finden. Ein Vater erklärt seinem Sohn, worauf es zu achten gilt.

Keinen Freiraum, wenig Humor. Sie hat keine Chance. (Szene aus "Er steht einfach nicht auf dich")

Letzte Woche erfuhren wir, was wir unseren Töchtern unbedingt auf den Weg mitgeben müssen, bzw. worauf sie achten sollen, um zu erfahren, ob ihr Freund das Zeug zum „Mann für’s Leben“ hat.

Nun, ich habe auch einen Sohn. Und der hat einen Vater, der, als er erwähnten Artikel las, etwas pikiert meinte: „Also ich hätte da auch ein paar Dinge, die ich einem jungen Mann sagen würde, der eine Frau für’s Leben sucht.“ Na, da sind wir ja mal gespannt: 

- Wenn du diese Frau nicht als "Freund" bezeichnen kannst, lass es lieber bleiben. Die Beziehung mit einem Vorzeigepüppchen ist nichts für’s ganze Leben.

- Eine Frau, die im Restaurant nur Salat und Wasser bestellt, ist keine Geniesserin und wird es auch nicht zulassen, dass du einer bleibst.

- Wenn ihr deine roten Hosen und dein Parfum nicht gefallen, lass sie dir etwas Style beibringen. Meist kann es nicht schaden. Beim Bart hört der Spass aber auf.

- Wenn sie deine Freunde nicht mag und sie sie auch nicht, hat es keine Zukunft. Daran ist nichts zu ändern, sorry.

- Bei vielen Frauen kannst du davon ausgehen, dass sie wie ihre Mutter werden. Ist dir diese ein Graus? Dann weisst du, was du zu tun hast.

- Sie wird sich laufend ändern wollen. Das ganze Leben lang. Und sie wird von dir erwarten, dass du dich auch weiterentwickelst. Sei darauf vorbereitet.

- Am besten testest du eine Beziehung in den Ferien. Wenn ihr euch nach ein paar Tagen schon nicht mehr riechen könnt, ist der Fall klar. 

- Lass die Finger von Frauen mit Ehemann und Kindern, sie verlassen diese nur höchst selten. Und du wirst nicht der Grund für eine kaputte Familie sein wollen. 

- Wenn du ihretwegen dein Hockeytraining und den Abend mit Freunden streichen musst, hat das auf die Länge keine Chance. Jeder Mensch braucht Freiraum, sie übrigens auch.

- Deine Frau muss Humor haben und Ironie verstehen, sonst macht’s einfach keinen Spass!

So, Sohnemann ist ausgerüstet. Oder hat der Papa noch was vergessen?

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